Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
PAVILLONSPITAL MIT MODERNSTEM AUSSTATTUNG

Erbauung des neuen Garnisonskrankenhauses in Innsbruck mit moderner Ausstattung und 206 Betten

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 10. April 1909 · Seite 34 · #Militärspital
GM ZZ. Das neue Garnisousspital in Innsbruck. Me?. u. k. Militärbehörde sah sich angesichts der unzulänglichen Verhältnisse des der Fabriksgasse zu Innsbruck gelegenen, derzeitigen Mlitärspitales Nr. 10, veranlaßt, an die Herstellung eines neuen Krankenhauses zu schreiten. Das Administrationsgeöäude enthalt die Räume für die Apotheke, Kanzleien, Lowie die Wohnungen für die Ärzte; das Okonomiegebäude, die Küchen, Badeanlag en, Desinfektivnsräume u. a.; im Vdannschastsgebäude werden die Bedienungsmannschaft, die Handwerker für die Anstalt (Schuster, Schneider u. s. w.) untergebracht. Alles in allem werden im neuen Spitalgebäude 206 Betten zur Verfügung stehen, darunter Zur Ausführung dieses Planes bedurfte es vor zwölf für Offiziere, welche in den einzelnen erst eines genügend großen Grundstückes, denn! Pavillons verteilt sind. Up Militärbehörde hatte von vorne herein die! Die Fassaden sind gefällig und einfach. Die Lobenswerte Absicht, ein modernes, allen Anfor -! Dicken wurden in Eisenkonstruktion hergestellt, derungen unserer Zeit entsprechendes Institut j Alle Gebäude werden mit elektrischem Licht, Kazu schaffen und hiezu genügte auch der Raum nicht, aus welchem das heutige Spitalgebäude und das dazugehörige, zu Augmentatronsznxcken des Militärs und als Spital benützten ehemaligen Palais Ferrari östlich der Dreihriligenkirche steht. Man entschloß sich, ein neues, großes Krankenhaus in Pavillonsystem aufzuführen, der Raum hiesür mutzte deshalb außerhalb der Häuserreihen gesucht werden. Das Militärärar erwarb nun einen Grund knapp an der Gtadtgrenze von Innsbruck, südöstlich vom Militärfriedhofe im Ausmaße von rund 82. 400 Quadratmetern und im Jahre 1908 begann dort der Bau des neuen Krankenhauses. Die ganze Spitalanlage umfaßt 10 einzelne Notanlagen, Heißwasser und Dampfanlagen rc. ausgestattet. Bezüglich der Hcizungsart hielt man sich noch an das alte System der Ofen. Der ganze Spitalskomplex wird mit einem eisernen Gitter umfriedet. Die Pläne zu dem großen, schönen Baue stammen von der Militäcbaubehörde; die Bauarbeiten führte die Allgemeine Österreichische ' Ballgesellschaft aus, die ausgedehnten Kanalisations und Wasserleitungsanlagen besorgt die Firma Brückner u. Co. in Innsbruck, die VetonMnkvnstruktion die Firma Porr in Wien. Die Fortschritte bei den Arbeiten des Spilales lassen darauf schließen, daß ' die Anlage im Frühiahre 19l0 bezogen werden Objekte, welche heute im Rohbau vollendet und kann.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 10. April 1909, S. 34, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8553-erbauung-des-neuen-garnisonskrankenhauses-in-innsbruck-mit-moderner-1909).

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