(Oberst Karl Schindler - Stiftung.) Zufolge Zirkularverordnung des k. u. k. Reichskriegsministeriums, Abteilung 9, Nr. 4225 vom 28. Mai 1909 ( Normalverordnungsblatt, 20. Stück) hat der aM 13. November 1870 in Graz verstorbene Oberst des Ruhestandes Karl Schindler testamentarisch seine Heiratskaution per 6000 Gulden Konventionsmünze zur Errichtung einer Stiftung für die vier ' Kaiserjägerregimenter gewidmet. Die Stiftung hat unter nachstehenden Bedingungen ins Leben zu treten: 1. Die Stiftung führt den Namen: „Oberst Karl Schindler - Stiftung Mr die Tirolet Kaiserjägerregimenter ". 2. Mit den jähr- Chauchard zahlte zwar nicht eine Million, wie es damals hieß, wohl aber 800. 000 Franken, wovon die Händler als klaren Profit 700. 000 unter sich verteilen konnten. Wenn also der „ Figaro ", dessen Cheftedakteur für seine beharrliche Lobpreisung Ehauchards ebenfalls Zwei Millionen geerbt hat, jetzt erzählt, die dem Louvre vermachte Sammlung des großen Philanthropen sei 40 Millionen wert, so muß man vor allen Dingen eine Null streichen und selbst dann ist man noch! weit von der Wahrheit entfernt. Denn Chauchard hat nicht nur wirklich gute Bilder zehn und zwanzigmal teurer bezahlt als andere Leute, sondern die Händler haben ihm auch Fälschungen zu horrenden Preisen aufgehängt. Wenn von seinen zweihundert Bildern nur hundert echt sind, kann man sich freuen. Das schönste Kapital seiner Kunstsammlungen bilden aber die Schätze, die er der Stadt Paris hinterlassen hat. Die Stadt besitzt im Bois de Boulogne mehrere herrliche Villen, die an reiche Leute vermietet werden. Chauchard bewohnte ein solches Palais, wofür er nur etwa den dritten Teil der Honst üblichen Miete zahlte, weil er dem Stadtrat erzählt hatte, er werde in seinem Testament sich erkenntlich zeigen und den ganzen Inhalt der Villa der Stadt hinterlassen. Statt dessen hat er der Stadt weiter nichts ' als den Inhalt seines Gartens hinterlassen, und das ist zum Totschießen. Da hatte er nämlich eine Unmenge Hasen, Hirsche, Füchse, Kaninchen, Zwerge und derlei Getier aus ' Bronce und Fayence ausgestellt, wie Man [te überall zu kau¬. lich entfallenden ' Kapitalsinteressen sind alljährlich am 4.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 21. Juni 1909, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8591-errichtung-der-oberst-karl-schindler-stiftung-fuer-die-tiroler-1909).
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