Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
BRAND IN ZIRL – UMLAGEN BLEIBEN STILL

Schadensreichstes Jahr seit Bestehen der Brandversicherungsanstalten aufgrund des Zirlbrandes

Seite 17. Betriebserfolg der Lanoes - Brandschaden - Bersicherungsanstalten im Jahre 1908. Dem soeben erschienenen Rechenschaftsberichte der tirollsch vorarlbergischen Brandschadenversicherungsanstakten entnehmen wir kurz folgende Hauptergebnisse: die Gebäude - Brandversicherungsanstalt vollendete mit dem Jahre 1908 das vierundachtzigste, die MobLien - Brandversicherungsanstatt das vierunddreißigste Jahr ihres Bestandes. Das Jahr 1908 war das schadenreichste seit dem Bestände der Landes - Brandversicherungs- Anstalten, und zwar hauptsächlich wegen des großen Brandes in Zirl am 21. Juni 1908, für welchen allein an Gebäude - Brandversicherungs - Entschädigung 706. 933 Kronen 78 Heller, an Mobilien - Brandversicheruntzs - Entschädigung 289. 691 Kronen 97 Heller, zusammen 996. 625 Kronen 75 Heller zu zahlen waren. Aber auch der Versicherungszuwachs des Jahres 1908 wurde noch in keinem der früheren Jahre erreicht, und zwar betrug derselbe in der Gebüudeabteilung 32,149. 540 Kronen, in der Mobilienabteilung 13,131. 680 Kronen, zus. 45,281. 220 Kronen. Trotz des ganz) außerordentlichen Erfordernisses schließen die Landes - Brandversicherungs- Anstalten weder mit verhältnismäßig hohen oder empfindlichen Abzügen ab, noch erhöhten sich ' die Umlagen, welche sowohl für Gebäude als auch für Mobilien 23 Heller ( 2. 1, bezw. 22 Heller im Vorjahre) für je 100 Kronen Klassenwert betragen, in empfindlicher Weise, was dem von Jahr zu Jahr sich steigernden Versicherungszuwachse und insbesondere der Rückversicherung zu verdanken ist. Bei der Gebäude - Abteilung beträgt der reine Versicherungs- Zuwachs. des Jahres 1908 28,865. 770 Kronen utid zeigt sich gegen jenen des Vorjahres von 24,925. 900 Kronen höher um 3,939. 870 Kronen. Für 355 Brandschäden wurden im Jahre 1908 Entschädigungen geleistet im Gesamtbeträge von 1,694. 973 Kronen 24 Heller und an Schadenerhebungskosten bestritten 15. 060 Kronen 94 Heller, zusammen 1,710. 034 Kronen 18 Heller, sohin gegenüber der Vergütungs und Schadenerhebungskostensumme des Vorjahres von 729. 062 Kronen 50 Heller mehr um 980. 971 Kronen 68 Heller. An obiger Schadenvergütungssumme war die Münchener Rückvergütungs - Gesellschaft beteiligt mit 1,152. 835 Kronen 12 Heller und an Schadenerhebungskosten mit 8740 Kronen 40 Heller, daher zu 67. 93o/ 0 zusammen mit 1,161. 575 Kronen 52 Heller, weshalb für eigene Rechnung 548. 458 Kronen 66 Heller verbleiben. Aus der gesamten Schadenvergütung des Jahres 1908 von 1,694. 973 Kronen 24 Heller erforderten die größten Beträge: der Brand
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 22. Oktober 1909, S. 18, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8644-schadensreichstes-jahr-seit-bestehen-der-1909).

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