Auch die Magen erlitten leichtere Defekte. (Z u m M ü n z s u n d e i n M ü n st e r,) über den wir am 10. ds. M. berichteten, schreibt uns der stüdt. Sicherheitswacheführer i. P. Hermann Kick, der sich mit dem Sammeln von Münzen beschäftigt, daß der erwähnte Fund nicht bei Ausgrabungsarbeiten im Keller gemacht wurde. Die Münzen würben vielmehr dadurch entdeckt, daß eines schönen Tages, als sich die Frau des Besitzers Peter Ludl im Keller zu schassen machte, von einer Mauer zwei Stück zugeschlagene Kieselsteine niederrollten und so eine ungefähr 10 Zentimeter breite, 15 Zenameter tiefe und 20 Zentimeter hohe Nische ansgedeckt wurde, welche die Münzen enthielt. Über Ersuchen gestattete Ludl Herrn Kick, den „Münzfund ", welchen er bei einem Freunde im Dorfe Münster aufbewahrte, durch zusehen. Die Zahl der noch vorhandenen Münzen machte ungefähr 700 aus. Auf die an ihn gestellte Frage, ob dies der ganze Fund sei, teilte Ludl mit, daß er her einem Händler vor ein paar Tagen schon ' einige Hundert Stücke verkauft habe. Von Letzterem kaufte Herr Kick 219 Stück auf die Münzstätte Hall i. T. bezughabende wieder zurück. Taler waren im Funde keine; dagegen waren vom halben Taler bis zum Silberkreuzer herab, sämtliche ehemals gangbaren Münzgattungen vertreten. Die Stücke sind meistens stempelglänzend und vortrefflich erhalten. Die Stückzahl des ganzen Fundes beträgt bei 1300, und zwar reichen die Münzen vom Jahre 1765 bis 1653 zurück. Vertreten sind Prägungen von Maria Theresia, Franz I. > Karl VI., Josef I., Leopold I. und Ferdinand III., dann mehrere Exemplare von Max. Jos. III. v. Bayern. Der größere Teil stammt aus der Münzstätte Hall i. T., der andere Teil aus den Münzstätten Wien, Prag, Graz, Kemnitz und Nagy - Banya. Einige Stücke stammen aus dem ersten Jahre (1764) der Münzstätte Gans bürg, in der ehemaligen Markgrafschaft Burgau. Auch einige Gnaden und Weihe - Münzen ( sog. Wallfahrts- Pfennige) mit dem Pestsegen des St. Benedikt und Zacharias waren vorhanden. Am interessantesten sind die halben Taler von Maria Teresia aus der Haller Münzstätte, welche die Größe eines heutigen 5 Kronen - Stückes haben. Auffallend ist, daß der Fund kein einziges Münzstück aus dem ehemaligen erzfürstbischöflichen Stifte Salzburg enthält.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 20. Jänner 1910, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8677-fund-alter-muenzen-in-einem-keller-in-muenster-219-stuecke-aus-hall-1910).
Straßenzug anzusuchen. Der Obmann der Ge- (Funde römischer Münzen in Wilsundheitsabteilung. Rappold: und das Ausschußten und Amras.) In den N. T. St. lesen Mitglied Baron Kuhn ersuchten die Vorstewir: Im Jahre 1909 wurde …
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