P. (Der schreckliche Ballon.) Man schreibt uns aus Venedig: Eine unbeschreibliche Angst und Unruhe hat im nördlichen Teile von Venetien das Erscheinen des Ballons „ Tirol" hervorgerufen, der vor einigen Tagen in Innsbruck ausstieg, die Alpen und einen Teil von Venetien überflog und schließlich in Dsterreichj wieder landete. Wie die Engländer vor Jnvasionsfurcht Zittern, so werden die Italiener von xinem wahren Paroxysmus von Haß und Angst ' befallen, wenn sie irgend etwas Österreichisches sehen. Obwohl der „ Tirol " ein gewöhnlicher Kugelballon ist, sahen die Italiener in ihm doch sofort einen „ Lenkbaren " der österreichischen Kriegsverwaltung und die Zeitungen brachten alarmierende Artikel. So lesen wir im „ Crepusdolo ": „ Aus Udine wird uns berichtet: Zwischen Ovaro und Tolmezzo wurde ein Ballon beobachtet, der in einer Höhe von etwa 3000 Metern dahinzog. Der Ballon sah gelblich aus, war also kein italienischer, denn diese sind anders gefärbt. Zahlreiche Fernrohre wurden auf das Luftschiff ' gerichtet und man erkannte in der Gondel zwei Personen. Niemand zweifelte daran, daß es sich um einen österreichischen Lenkbaren handelte und daß seine Insassen zwei österreichische Offiziere waren, die sich über die Grenze hinaus gewagt hatten, um zu rekognoszieren. Die Fahrt in solcher Höhe über den Felszacken der karnischen Alpen zeugt jedenfalls von großer Kühnheit der Luftschiffer und dürste die erste derartige Luftschifffahrt in der ganzen Welt sein. " Soweit der Korrespondent. Nun kommt aber der Kommentar der Redaktion und dieser lautet: „ Wir veröffentlichen hiemit obige Mitteilung, deren Bedeutung wohl niemand unterschätzen wird. Die letzten Nachrichten aus Udine bestätigen das S eimnisvolle Auftauchen des lenkbaren Lustffes, bringen aber ^ keine Einzelheiten. Fest steht, daß an diesem Teile der Grenze eine eifrige Tätigkeit und eine ganz erstaunliche Wstungsarbeit von Seiten unserer... *. Verbündeten zu beobachten ist. Dia werden viele Gruppen zusammengezogen, da wird alles auf das Genaueste durchforscht und zwar mit der indiskretesten und lästigsten Neugier. Grenzüberschreitungen, Rekognoszierungen durch ' Offiziere!, ^ die sich als Turisten verkleiden, und mächtige Scheinwerfer, welche allmählich ' beleidigende Lichtbündel in die italienischen Täler werfen,
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 6. September 1910, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8781-erschreckender-ballonflug-ueber-die-alpen-und-venetien-ruft-1910).
(Coradi - Präzisiolls - Ledermeßapparat.) Das Gewerbesörderungsinstitut der Handels ulld Gewerbekammer in Innsbruck, Meinhartstraße 12, ist im Besitze einer Coradischen. Ledermeßvorrichtung rmd stellt sie allen ledervera …
Flüssige Luft als Sprengmittel. Montag den 7. ds. M. hielt Herr Tr. Fritz Linde aus München im Kreise des „ Technischen Klubs " im Klublokale Hotel „ Stadt München " einen Vortrag über „ Flüssige Luft als Sprengmittel ". …
Aus Jnnichen wird uns unterm 28. ds. M. berichtet: In Villg ^ atten landete in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag ein Luftballon mit vier Herren. Wie es heißt, soll dieser in Dresden aufgestiegen seien. Bauern, w …
(L u f t b a l l o n a u f st i e g.) Der Verein für Lchtschiffahrt in Tirol teilt uns mit: Morgen (Dienstag) zwischen 7 uitb ' 9 Uhr wird bei günstigem Wetter auf dent hiesigert Gaswerk der Ballon „ Salzburg " mit den H …
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