Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
GALTÜR ERLEGTE 513 GIFTSCHLANGEN

Bericht über die Prämiierung für Tötung von Giftschlangen im Jahr 1910

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 18. Oktober 1910 · Seite 6
(Die Giftschlangen in Tirol.) In der morgigen Sitzung deA Tiroler Landtages wird der Landesäusschußbeisitzer D r. Schorn im Namen des > Landesausschusses einen Bericht über die Prämiierung für Tötung und Einsendung von Giftschlangen, die im Jahre 1910 in Tirol erlegt wurden, erstatten. Diesem Berichte ist zu entnehmen, daß in dem erwähnten Jahre die Gesamtzahl per eingesendeten Schlangenköpfe die hohe Ziffer von 3041 erlangte, wovon die Summe von 2568 auf giftige und eine solche von 473 auf nichtgiftige entfällt. Von den Giftschlangen entfallen auf ' Teutschtirol 1053, auf Jtalienischtirol 1515. Von den nicht giftigen Schlangen wurden 29 aus Deutsch ^ tirol, 444 aus Jtalienischtirol eingesendet. Die einzelnen Gemeinden haben eingesandt: Galtür 513, Vallarsa 146, Fmtzr 106, Forno 91, Locca 87, Tiarno di sopra 79, Lenzumo 74, Vigo di Fassa 72, Ala 61, Finkenberg 60, Stenico 54, Pozza 53, Ampezzo 50, Buchenstein und Tesero je 48, Platt 45, Condino 44, Welsberg pnd Storo je 42, Perra 40, Enneberg 39, Prell azzo 36, Wolkenstein 32, Branzoll 31, Enguiso 29, Termenago 26, Borgo 25, Mals und Spera je 24, S. Giacomo 21, Jschgl, Sexten, Campo - Denno und Samone je 19, Colfuschg ' 17, Fügenberg 16, Mersch 15, Täufers 14, St. Ulrich in Gröden und Prö je 12, Monclassico und Scurelle je 11, Tux, Canal San Bovo, Piano und Roncegno je 10 Stück giftige Schlangen. Laut Landtagsbeschluß vom 6. November 1908 beträgt die Prämie für jede Giftschlange vom Jahre 1909 an 1 Krone. Zur Anweisung gelangten daher im Ganzen 2568 Kronen, und zwar 1053 Kronen für Deutschtirol und 1515 für Jtalienischtirol. Tie Untersuchung der eingesendeten Schlangenköpfe nimmt seit einer Reihe von Jahren der Universitätsprofessor Dr. v. Dalla - Torre in entgegenkommendster Weise vor, wofür ihm vom Landesäusschusse der Dank zum Ausdrucke gebracht wurde. kosten für die Durchfahrtsobjekte erspart, sondern auch, gleichzeitig die Frage der Zugänglichmachung der Baustelle in Kilometer 4/5 in nachahmenswerter Weise zur Lösung gebracht.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 18. Oktober 1910, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8801-bericht-ueber-die-praemiierung-fuer-toetung-von-giftschlangen-im-1910).

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