Literaturgeschichte schon mit mancher wertvollen Gabe bereichert. Er behandelte in biographischen Einzelschriften Adolf Pichler, Hernrann v. Gilm, Schellhorn, Joses v. Schnell, Cordula Peregrina u. a. Jetzt bietet er uns in trefflicher Darstellung ein Bild des tirolischen Dichters, Gelehrten und Schulmannes Christian Schneller. Wer diesen vor wenigen Jahren gestorbenen, rastlos tätigen und selbstlos schaffenden charaktervollen Mann kannte, muß es mit Freude begrüßen, daß das Andenken an sein Leben und Wirken festgehalten und der Nachwelt überliefert wurde. Besonders wir Deutsche in Oesterreich haben Grund uns darüber zu freuen, denn unvergessen bleibt es, nrit welchem Mute dieser „ deutsche Grenzwächter ", wie ihn Adolf Pichler mit Recht nennt, auf seinein Posten in Rovereto Kr die Hochihaltung deutscher Ehre und deutschen Wesens durch zwölf Jahre (1856 — 68) eingetreten ist und auch später noch die Rechte der „ deutschen Gemeinden in Welschtirol " verteidigt hat. Den Lebenslauf dieses verdienstvollen Mannes schildert uns nun Prem in 4 wahr und warm geschriebenen Abschnitten, deren 1. itnb 2. Schnellers Jugendjahre und den Gang seiner Studien, der 3. der: Abschluß derselben und sein Wirken als Gymnasialprofessor in Rovereto, der 4. seine Tätigkeit in Innsbruck als Schulinspektor und später als Landesschulinspektor bis zu seinem im Jahre 1908 erfolgten Tode behandelt. Trotzdem das irdische Dasein dieses Mannes sehr einfach sich abspielt, ist es doch sehr inhaltsreich. Es ist ein Leben voll ernster Arbeit, Selbstzucht und redlichen Sitrebens, verschönt von Pflege der Poesie, die ihn als treuer Genius in trüben und heitern Stunden begleitete. Reicht Schneller mit seinen zahlreichen lyrischen und epischen Dichtungen auch nicht an Gilm und Pichler hinan, so hat er sich doch in der tirolischen und deutschien Literatur einen ehrenvollen Platz gesichert. Seine erzählende Dichtung „ Am Alpsee " wird immer eine Perle der deutschen Epik bleiben. Mit Recht wendet daher Prem der schriftstellerischen Tätigkeit Schnellers auf belletristischem Gebiete besondere Aufmerksamkeit zu. Aber auch dessen gründliche Arbeiten aus dem Kreise der deutschen und romanischen Sagen und Namenforschung, sowie dessen pädagogische Schriften finden ehrenvolle Würdigung.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 24. Jänner 1913, S. 11, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9189-wuerdigung-des-lebens-und-werkes-des-dichters-und-schulmannes-1913).
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 277: „Faschings-Liedertafel: „In der Unterwelt“.“]
Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (18. Jänner 1913, S. 4):
— Am 17. d. M. starb in U n t e r m a i s Fra …
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 42: „Huldigung der Tiroler Stände für den neuen Landesfürsten Erzh. Siegmund Franz. Derselbe verringert den Hofstaat durch Entlassung der italienischen Höflinge, K …
Er war auch ein großer Musikfteund und hat noch, obwohl schwer krank, das letzte Musikvereinskonzert in Innsbruck besucht. Seit 1905 hat er in der freien Zeit auf dem Gebiete der Volksliedersammlung eine besonders rege T …
X (Hugo W 0 lf - Abend Schiechtl - - My 0n.) Der Karten - Vorverkauf zu dem auf Freitag den 2. Mai von uns bereits angekündigten Hugo Wolf - Abend unseres heimischen Sängers Toni Schiechtl mit dem Komponisten Alexander * …
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