Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HISTORISCHER RÜCKBLICK AUF 1731 Apr. u. f. · FISCHNALER-CHRONIK

Innere Umgestaltung der Hofkirche Innsbruck

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 23. März 1923 · Seite 5 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #3085 (Buchseite 164, 1731 Apr. u. f., Nachweis: 23 67; 29 171. Joh. Menardi, H. Hörtnagl.): „Die Hofkammer genehmigt, zum Teil widerstrebend, einen Plan des Hofbaumeisters Georg Ant. Gumpp zu einer weitgehenden „gründlichen Säuberung“ oder besser, den heutigen Charakter der Hofkirche bedingenden inneren Umgestaltung; durch sie wird das „obere von den beiden rückwärtigen Oratorien wegen Baufälligkeit abgetragen“, der ins Presbyterium hineinreichende „Fürstenchor auf die Hälfte verschmälert“, aber der Blick auf den Hochaltar dadurch freier; die beiden „Abschlußmäuerlein“ beim Chor werden durch ein eisernes mit Vergoldung durch Adrian Kapeller ersezt. Aus dem Schiff verschwindet das „nußholzene Chorgestühl“ der Seitenwände; diese werden durch „imitierte Wandpilaster“ gegliedert, die ihrerseits wieder harmonischen Anschluß an die Marmorkapitale der Säulen suchen. Die Gewölberippen daselbst erscheinen mit Laubwerk behängt, die Zwickel durch Kartons und Kartuschen im neuen Zeitgeschmacke ausgefüllt. Der Maler „Ignaz Mildorfer“ erhält für sein Modell zur Erneuerung des Zierportals beim Hochaltar drei Dukaten bezahlt. Der an der Nordseite des Max-Grabmals errichtete Paschalis-Altar wird in der Sakristei aufgestellt und äußerlich 1732 das Kupferdach des Kirchenportals und das Gemäl' daselbst erneuert.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 164: „Die Hofkammer genehmigt, zum Teil widerstrebend, einen Plan des Hofbaumeisters Georg Ant. Gumpp zu einer weitgehenden „gründlichen Säuberung“ oder besser, den heutigen Charakter der Hofkirche bedingenden inneren Umgestaltung; durch sie wird das „obere von den beiden rückwärtigen Oratorien wegen Baufälligkeit abgetragen“, der ins Presbyterium hineinreichende „Fürstenchor auf die Hälfte verschmälert“, aber der Blick auf den Hochaltar dadurch freier; die beiden „Abschlußmäuerlein“ beim Chor werden durch ein eisernes mit Vergoldung durch Adrian Kapeller ersezt. Aus dem Schiff verschwindet das „nußholzene Chorgestühl“ der Seitenwände; diese werden durch „imitierte Wandpilaster“ gegliedert, die ihrerseits wieder harmonischen Anschluß an die Marmorkapitale der Säulen suchen. Die Gewölberippen daselbst erscheinen mit Laubwerk behängt, die Zwickel durch Kartons und Kartuschen im neuen Zeitgeschmacke ausgefüllt. Der Maler „Ignaz Mildorfer“ erhält für sein Modell zur Erneuerung des Zierportals beim Hochaltar drei Dukaten bezahlt. Der an der Nordseite des Max-Grabmals errichtete Paschalis-Altar wird in der Sakristei aufgestellt und äußerlich 1732 das Kupferdach des Kirchenportals und das Gemäl' daselbst erneuert.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (23. März 1923, S. 5): Egg wurde dem Untersuchungsgefängnis eingeliefert, Heidegger, der eine 14 Monate lange Haft in Rosenheim abzusitzen hat, wird nach Verbüßung derselben nach Oesterreich ausgeliefert werden. Entkommener Schubhästlmg. Dom deutschen Konsulat in Mailand wurde im Schubwege der 16jährige Georg B i e s e n t h a l nach Kufstein befördert. Er ist dort nicht angekommen, obwohl er schon am 6. d. M. von Mailand weggeschickt wurde. Er dürfte sich wahrscheinlich mittellos in Tirol Herumtreiben. jrfleue geologische Karten von Tirol. Die geologische Bundesanstalt m Wien ( vormals geologische Reichsanstalt ) hat die Ausgabe, geologische Spezialkarten von Oesterreich herzustellen, welche seit 1898 in Farbendruck auf der österreichischen Spezialkarts im Maßstab 1: 75. 000 als topographischer Grundlage herausgegebcn und in den Buchhandel gebracht werden. Diese Spezialkarten bilden die unentbehrliche Grundlage für die Beurteilung der Beschaffenheit des Untergrundes bei vielerlei praktischen Unternehmungen, so vor allem bei Bergbauten, bei der Anlage von Wasserkraftwerken, Trinkwas- eranlagen, Straßen-und Eisenbahnbauten und dergleichen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 23. März 1923, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9450-innere-umgestaltung-der-hofkirche-innsbruck-1923).

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