Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
FISCHNALER-CHRONIK · 1897 MÄRZ 1.

Rathaushaus-Stiftung durch Leonhard Lang

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 1. März 1897 · Seite 2 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #4162 (Buchseite 234, 1897 März 1., Nachweis: 97 48, 58): „Kaufmann Leonhard Lang und seine Frau widmen ihr Haus in der Maria-Theresien-Straße, ehemals „Oesterreichischer Hof“, zu einem Rathaushaus gegen die Verbindlichkeit der Stadt zur Stiftung eines Lehrlingsheimes usw.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 234: „Kaufmann Leonhard Lang und seine Frau widmen ihr Haus in der Maria-Theresien-Straße, ehemals „Oesterreichischer Hof“, zu einem Rathaushaus gegen die Verbindlichkeit der Stadt zur Stiftung eines Lehrlingsheimes usw.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (1. März 1897, S. 2): Excellenz dem Herrn Statthalter findet heute Abend um 8 Uhr ein Thee statt. (Promotion. ) Am vergangenen Samstag wurde an der hiesigen k. k. Universität Herr V. Kriftel aus Suczawa in der Bukowina zum Doctor der Gesammtheilknnde promoviert. (Eine Kaiserjubiläumsstiftung. ) Wir lesen in Wiener Blättern: „ Herr Leonhard Lang, Großhändler in Innsbruck, hat, angeregt durch die hiesige v. Sieberer ' sche Waisenstiftung, in seinem und seiner Gemahlin Namen eine Kaiserjubiläumsstiftung für die Stadt Innsbruck gemacht, indem er sein in der Maria Theresien- straße gelegenes Haus, das ehemalige Hotel „ Oester- reichischer Hof ", der Stadt Innsbruck als Rathhaus unter der Bedingung widmete, dass die Stadt als Entgelt für diese hochherzige Widmung ein Studenten-und Lehrlingsheim erbaue, in welchem künftighin die Zöglinge des v. Sieberer- schen Waisenhauses ihre weitere Ansbildung erhalten sollen, während die aus dem v. Sieberer ' schen Waisenhause austretenden Mädchen zum Zwecke ihrer Ausbildung vier Jahre mit Stipendien von jährlich 200 fl. betheilt werden sollen. — Für die Sustentation der Zöglinge wurde vom Stifter eine ewige Rente von jährlich 12. 000 fl. bestimmt.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 1. März 1897, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9583-rathaushaus-stiftung-durch-leonhard-lang-1897).

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