Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HISTORISCHER RÜCKBLICK AUF 1601 Juni 19. · FISCHNALER-CHRONIK

Stiftung Schillers und Beschluss zum Oratorium

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 15. November 1924 · Seite 6 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #2820 (Buchseite 147, 1601 Juni 19., Nachweis: StA. 24 262): „Der tirol. Kanzler Leoman Schiller von Herdern stiftet die Absingung des täglichen „Salve“ und zur Kirchenrenovierung 500 fl. nebst jährlichen Grundgülten auf seinem Ansitz Grabenstein zu Mühlau. Der Stadtrat beschließt, daß man das Oratorium abbrechen oder vermauern liebe, es sei „hülzen, verfinstere die Kirche und verschlage die Musik.““ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 147: „Der tirol. Kanzler Leoman Schiller von Herdern stiftet die Absingung des täglichen „Salve“ und zur Kirchenrenovierung 500 fl. nebst jährlichen Grundgülten auf seinem Ansitz Grabenstein zu Mühlau. Der Stadtrat beschließt, daß man das Oratorium abbrechen oder vermauern liebe, es sei „hülzen, verfinstere die Kirche und verschlage die Musik.““] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (15. November 1924, S. 6): Diese Neuanschaffung ist sonach anno 1550 erfolgt; es wäre ein Zusammenhang mit unmittelbar vor- herigegangener baulicher Veränderung immerhin Lenkbar. Ferners ist in Len Ratsprotokollen vom 19. Juni 1601 eine Spende von 1009 Gulden vermerkt, die der damalige Kanzler Herr Schiller von Hevdern der Pfarrkirche zur „ Renovierung " und Stiftung eines „ Salve " überlvies, wobei der Rat die Kosten der Renovierung ans 500 Gulden schätzte. Einige Zeit später gab Schiller noch die vierjährigen Ertragnisse seiner in Mühlau gelegenen Mühle hinzu; im darauffolgenden Jahre verlieh ihm dann der Stadtvat einen ständigen Sitz in der Kirche. Weiters findet sich noch eine kurze Nachricht, wonach der Benefiziat von St. Sebastian Ende X602 um Ueüer- lassnng „ der alten Ziegel der Sr. JakobÄpfarr " bittet, worüber der Rat mit dem Baumeister sprechen will. Inwieweit und ob letzterwähnte Umstände mit dem Umbau des Chores znsamcnhängen, soll hier nicht weiter erörtert werden, denn es steht dem Verfasser dieser Skizze ferne, den berufenen Geschichtskundtgen vorzugreifen, seine Absicht war, nur einige bisher scheinbar unbekannte Daten bekanutzugeben, die möglicherweise eine Zeitbestimmung erleichtern.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 15. November 1924, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9791-stiftung-schillers-und-beschluss-zum-oratorium-1924).

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