im kleinern nördlichen Theile eine von 400 Liter in der Sekunde gezeigt, die klar aus dem Felsen entspringt. Redner führt nun weiter aus, um für alle Zeit die Quelle zu sichern, feien Einbauten in die Höhle nöthig, vor allem, daß der Plafond geschützt werde. Die Fassung und Bergung der Quellen sei eine solche, daß Innsbruck sich sowohl der Menge als der Arbeit nach gratuliren könne. Sollten seinerzeit mehr als 100 Äekundenliter benöthigt werden, so brauche man nur das Ueberwasfer in die Wasserleitung einzuführen, was ohne Kosten geschehen kann. Die genannten Bauten beanspruchen Mehrkosten von 7 — 8000 fl. Die Wurmbachquelle, die viel höher liegt, wurde ebenfalls gefangen, crn 8 Meter langer Stollen gebaut und hiedurch eine Wassermenge von circa 100 Sekundenliter erzielt. Die Fassung dieser beiden Quellen kostet bis jetzt4l. 000 fl. Die Mehrarbe ten bei der Klammbachqaelle erfordere noch 8000 fl., bei der Wurmbachquelle 3000 fl. Das Präliminare von 51. 000 fl. wird jedoch utcht überschritten, da auf anderer Seite Ersparungen gemacht wurden. Redner bringt nun einen nicht unrnieressanten Vergleich der Kosten der Quellenfassung der Wasserleitungen von Pergine und Bozen. In Pergine, wo das Land die Bauten ausführke, wurden 28 Sekundenliter erreicht und betrugen die Kosten £ 8 000 fl., also per Sekundenliter 1000 fl. In Bozen erzielte man 56 Sekundenliter mit dem Kostenaufwande von 34. 000 fl. In Innsbruck kommen 400 Sekundenliter auf 5. 000 fl Die Hauptleitung bis in die Stadt ist so ziemlich fertig, und dürste dieselbe bis Mitte nächsten Monates vollständig skrtiggestellt werden. Mit der Zuleitung in die Häuser wird im nächsten Frühjahre begonnen werden, so daß im Jahre 1891 die Hochdruckleitung beendet sein wird. Die Hydranten werden jetzt schon eingesetzt und probiert. Zum Schlüsse ersucht der Obmann das Wasser - Comitä um die Genehmigung der durch die Mehrarbeiten erforderlichen 11. 000 fl. Bürgermkister Dr. Falk berichtet über die Legung der Röhren am lmken Jnnuser. Er habe mit der Firma Holzmann in München, welche bisher die Röhren gelegt hat, einen Vertrag bereits abgeschlossen und wird mit der Röhrenlegung, wenn die Witterung es zuläßt, baldigst begonnen werden. Um die Wasserleitung am linken Jnnuser auch für Feuerlöschzwecke zweckdienlich zu machen, sei es nöthig. die Wasserleitung vom Wurmbache auf dem linken Jnnuser mit dem Reservoir in Hölting zu verbinden. Schließlich theilt Redner mit, daß im Laufe des nächsten Monates die Leitung im diesseitigen Stadttheile sertiggestellt sein wird und die Hydrantenprove stattfinden könne, so daß man beim Ausbruche eines Feuers schon jetzt mit genügender Menge Wasser versehen sei. Die Hydranten sollen durch Granitblöcke eingefaßt werden, um jederzeit kenntlich zu sein, und bittet der Bürgermeister didse Mehrauslage zu genehmigen. Bis Beendigung der Wasserleitung dürste auch der Gemeinderath über die Höhe des Wasserunses über die aufzustellenden Normen bei Einleitung der Röhren in dre Häuser entschieden haben, ebenso
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 22. Oktober 1890, S. 8, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5386-fortschritte-bei-der-fassung-der-klammbach-und-wurmbachquellen-mit-1890).
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