der Geschütze die Hülle von dem Erzbilve des Tiroler Nationalhelden Hofer fallen wird. Auf dem Berg Jsel ist man vollauf mit den letzten Vorbereitungen für die morgige Festlichkeit und der Decoration des Festplatzes beschäftigt. Gleich ober den Stufen, die zum Denkmal führen, erhebt sich das Hofzelt, dann vor dem Monument selbst der Al tar. Zu beiden Seiten vor dem Altar werden rechts die Anverwandten Hofers, links das Comite und hinter dem Denkmal ihres berühmten Landsmannes die Passeyrer Schützencompagnie stehen. In flachem Bogen reihen sich vom Kaiserzelt aus rechts die Plätze für die Generalität und die Stabs und Officiere mit einer Damentribüne, dann für die Vertreter der Presse und die Sängervereine von Tirol und Vorarlberg, links in derselben Aufeinanderfolge die Plätze für die höheren Würdenträger, Officiere und Civilpersönlichkeiten mit der Tribüne für die Damen, dann für die Deputationen und die geladenen Gäste aneinander. Hinter dem Hofzelt wird die Ehrencompagnie mit Musik stehen, während die Umrah j mung des Festplatzes in einem gegen Norden offe j nen Viereck die Cadettenschule, die Einjährig - \ Freiwilligen, je eine Compagnie Infanterie, Jäger und Landesschützen und Schützencompagnien bilden. Von Hofers Anverwandten, bezw. Nachkommen sind sieben geladen. Hofer hatte bekanntlich vier Kinder: einen Sohn und drei Töchter, welche alle bereits gestorben sind. Dagegen werden von deren Kindern und Kindeskindern mehrere zugegen sein. Geladen sind: der Enkel von Hofers Sohn Johann, Leopold Edler von Hofer in Wien; dann der Sohn von Hofers Tochter Gertraud, Georg Haller, welcher Postmeister in St. Leonhard ist, und von dessen 9Kindern Johann, Unterjäger im Kaiserjäger - Regiment; ferner von den 7 Kindern der Schwester Georg Hallers, der ebenfalls bereits verstorbenen Anna verehel. Haller, der Sohn Alois Haller, Bauer auf Jaufenberg. Endlich ist der Sohn der zweiten Tochter Hofers, der verstorbenen Rosa verehel. Holzknecht, namens Andrä Holzknecht, Inhaber einer Leichenbestattungsanstalt in Meran, und von dessen vier Kindern Josef Holzknecht, Steueramtscontrolor in Schlanders, und Franz Holzknecht, Postasfistent in Kufstein, geladen. Eine Tochter Georg Hallers, Maria Haller, wird als Marketenderin bei der Pafseirer Schützencompagnie, am Feste theilnehmen. In der Zahl der illustren Festgäste, welche sich morgen beim Denkmale versammeln werden, wird auch kein geringerer zugegen sein als der Enkel des einstigen Gegners Hofers, des baier. Obersten Karl Frhrn. v. Ditfurth, der in dem Kampf am 12. April 1809 in Innsbruck die Todeswunde erhielt, womit zugleich das Ende des Kampfes besiegelt war. Es ist dies Moriz Frhr. von Ditfurth aus Totis. Mit ihm ist sein Sohn und sein Bruder eingetroffen. Moriz Frhr. v. Ditfurth hatte durch die Zeitungen von dem Plane der Errichtung eines Hoferdenkmales Kenntnis erhalten; in edelmüthigster Weise sandte er sofort dem Comitö als Beitrag die namhafte Spende von 100 fl. „ Es drängt mich ", sagt er in dem Begleitschreiben vom 23. März d. Js., „ meinerseits durch einen Beitrag den Helden zu ehren, gegen den im Kampfe auch mein Großvater, der kgl. baier. Oberst Karl Frhr. v. Ditfurth, am 12. April 1809 nach tapferer Gegenwehr in voller Erfüllung seiner Soldatenpflicht den Heldentod gestorben ist. Nun sind wohl die Beiden in einer besseren Welt friedlich vereinigt, und ich handle gewiss nur im Sinne meines unvergesslichen Großvaters, wenn ich das Comitö ersuche, diesen Beitrag seiner Bestimmung entgegenzuführen. Ein zeitgenössischer Schilderer der Ereignisse in Tirol schrieb anlässlich des Todes meines Großvaters: „ Heil ihm.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 27. September 1893, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5724-vorbereitung-der-festlichkeit-zum-hoferdenkmal-auf-dem-berg-jsel-1893).
(Andreas Hofer - Denkmal.) Das in der heutigen Nummer veröffentlichte 21. Verzeichnis der eingelaufenen Spenden für das Andreas Hofer- Denkmal auf dem Berge Jsel weist einen neuerlichen Zuwachs von 3309 fl. 87 kr. aus, s …
Es handelt sich um ein neues Büchlein über Andreas Hofer, und dies würde zu einer Zeit, da unser Augenmerk wieder recht lebhaft dem heimatlichen Helden zugewandt ist, schon an sich einige Aufmerksamkeit verdienen. Das Me …
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wie die Bozener Neberlieserung behauptet, die Befreiung des Landes beredet, sollen die vorbereitenden Schritte überlegt worden sein. Geschichtlich richtig ist das wohl nicht, denn die Anregung zu dem Tiroler Auf- -stände …
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