Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HALLE BRAUCHT GROSSE ADAPTIERUNGEN

Antrag auf Adaptierung des Ausstellungsplatzes mit Kosten von 20.000 fl.

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 9. Juni 1894 · Seite 6 · #Gemeinderat
Einen wichtigen Punkt der Tagesordnung bildet der Antrag des Ausstellungsplatz Comitö ' s wegen Adaptierung des Ausstellungsplatzes und der Halle. GR. Kapferer erstattete darüber Bericht. Er betonte, dass man, als vor 2 Jahren die Uebernahme der Halle beschlossen wurde, daran dachte, dieselbe für Festlichkeiten, kleine Ausstellungen rc. zu verwenden. So wie die Sache gegenwärtig steht, ist sie aber jetzt nicht zu verwenden. Es müssen da eine Reihe von Adaptierungen getroffen werden, die allerdings viel Geld kosten, die aber doch nun einmal nicht zu umgehen sind. Das Comits erkannte als solche Nothwendiakeit einen Anbau an der Schmalseite der Halle, wo die Küche, Räumlichkeiten für Bedienung, das Buffet rc unterzubringen wären. Ferner muss das Hauptportal einen Abschluss erhalten und soll auf dem Platz, dessen Applanierung großentheils auf Kosten des Eislaufvereins vorgenommen wird, eine Anlage hergestellt werden, in der Art, wie jene südlich des Hauptweges auf dem Platz. Nach den Voranschlägen werden sich die Kosten folgendermaßen stellen: Anbau für Küche und eine Senkgrube 4700 fl., Abschluss- Wand am Portal 670 fl, Verschalung der Giebelseite mit Holz 1265 fl., Deckung des Eingangsportals mit Blech 150 fl., Vergitterung der Fenster an der Südostseite 200 fl., Ergänzung der Einfriedung des Platzes gegen die Straße 70 fl., Applanierung, Beschotterung, Anlagen 500 fl, Wasfereiuleitung und Hydranten 550 fl., Abortanlage ( an der Südseite der Halle) 1460 fl., Herstellung eines Brunnens und Wasserzuleitung 1900 fl. Einen wichtigen Factor bildet die Beleuchtung, die mit Bogenlampen erfolgen müssen wird, und zwar wird je eine beim Portal des Platzes, gegenüber dem Hauptportal der Halle und am östlichen Ende derselben, und 12 werden im Innern der Halle, in jedem Bogen eine, angebracht werden müssen. Die Beistellung von etwa 1500 Sesseln und einer entsprechenden Anzahl von Tischen wird auf 3 — 4000 fl. veranschlagt. Die ganzen Adaptierungen werden wenigstens 20. 000 Gulden kosten. Was das Torggelhaus betrifft, das, wie Redner bemerkte, so viel Anhänglichkeit gefunden hat, dass es begreiflich ist, wenn viele schweren Herzens es verschwinden sehen, so wurde der Ankauf in reifliche Erwägung gezogen, könne aber nicht empfohlen werden. Der Bau war nur für einen Sommer berechnet und ist daher nicht dauerhaft Der darin wohnende Wächter musste schon einigemal sein Nachtlager wegen des durch Dach und Decke dringenden Regenwassers verschieben. Es sei nöthig, dass der Gemeinderath diesem Gebäude das Todesurtheil spreche. Das Comits beantragt nun: 1. Der Gemeinderath möge sich mit den Adaptierungen einverstanden erklären; 2. hiezu einen Credit von 20. 000 fl.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 9. Juni 1894, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/5788-antrag-auf-adaptierung-des-ausstellungsplatzes-mit-kosten-von-20-1894).

Weitere Berichte aus der Rubrik „Landtag, Stadtpolitik & Verwaltung“

HEIRAT MIT STADTRECHT

Zur Frage der Einverleibung der Gemeinden Willen und Hölting in Innsbruck

Innsbrucker Nachrichten · 17. Mai 1894 · S. 6 · Landtag, Stadtpolitik & Verwaltung

6 Heirat, zwei. Wenn das eine sagt: „ Willst Du? ", das andere aber „ Nein! " — dann muss man warten, bis die Jungfrau älter geworden ist, bis sie eben nicht mehr warten kann. Wenn Mitten einmal 10. 000 Einwohner hat und …

✎ Korrektur-Modus Klicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel |