Josef. Tiroler Landtag. XIV. Sitzung am 3. Mai 1900. Die L » ealbahn in das Slubaithal. Das Gesuch der Stadt Innsbruck, der Gemeinden Fulpmes und Matrei um Subventionierung einer Localbahn von Innsbruck nach Fulpmes und Matrei bildete, wie schon gemeldet, einen Gegenstand dieser Sitzung. Der Bericht des Straßen -, Wasserbau und Eisen- Lahnausschu ' es ( Berichterstatter Dr. Kathrein) erörtert die landwirtschaftlichen, industriellen und Verkehrsverhältmsse des Thales und betont die unbedingte Nothwendigkeit einer Verbesserung der jetzt bestehenden äußerst schlechten Comwunicationsverhültnisse desselben. Bekanntlich ist in das Straßenbauprogramm von 1897 auch der Bau einer Straße ins Stubaithal (von der Stefausbrücke über Telfes nach Fulpmes) eingestellt. Die Straßeutrace sollte zugleich den Anforderungen für die Localbahn angepasst werden. Die Begehung der Straßentrace ließ jedoch bald erkennen, welche Schwierigkeiten das Terrain einem Straßenbau und noch mehr einer Bahnanlage entgegeustellen würde. Zudem befriedigte die Trace durchaus nicht die Ortschaften der gegenüberliegenden Lehne. So kam der Gedanke zum Durchbruch, die Straße durch eine Bahn zu ersehen, die alle Gemeinden des Thales mit der Brennerbahn in Verbindung bringen kann. Durch das von Herrn Ingenieur Riehl ausgearbeitete Stubaier Bahnproject würde das der Fall sein. Die Bahn würde nach diesem ProjeeL von der Station Berg Jsel die Brennerstraße bis zum Plateau benützen, an der waldigen Lehne dann zur Straße nach Natters sich ziehen, dieser auf 500 Meter folgen, dann nach Mutters sich emporwinden, den Mutterer Graben mittelst eines 16 in hohen Viaducts übersetzen, zur Haltestelle Kreit gehen, den Kreiter Graben mittelst eines 20 Meter hohen Viaducts übersetzen, dann nach Telfes und in Serpentinen nach Fulpmes sich ziehen, die Ruetz in einer Höhe von 8 Metern über der Sohle übersetzen, sich gegen Mieders und dann unterhalb der gegenwärtigen Fahrstraße auf das untere Plateau von Schönberg, dann an der Lehne des Sillthals fortziehen, bis sie nieder zur Brennerstraße kommt, der sie dann bis Matrei folgt. Die Bahn würde 35 Kilometer lang werden und ihre Herstellung einen Kostenaufwand von 3 Millionen Kronen erfordern. Dieses Capital soll durch Ausgabe von Prioritäts und Stammaktien aufgebracht werden, und zwar 60 ^ Prioritätsactien ^ 1,800. 000 L und 40 0/0 Stammaktien — 1,200. 000 L. Hievon übernehmen die Gemeinden und Interessenten 400. 000 L. Die Uebernahme der Prioritätsactien ist nach den Angaben
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 5. Mai 1900, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6595-berathung-ueber-eine-localbahn-ins-stubaithal-mit-grossem-1900).
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Er wurde verhaftet. Stllbaier - Bahn. Die genaueren Studien zur Herstellung der im Tirolcr Straßenbau - Programm aufgenommenen neuer: Straße ins Stubaithal, die an der Stefansbrücke von der Reichsstraße abzweigen und dem …
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