(Ein neues Volksstück „ Andreas Hofer ".) Die am 8. Mai im Leosaale abgehaltene Festfeier zur Erinnerung an den 10. Gründungstag des Arbeitervereines hat, wie man uns mittheilt, einen glänzenden Verlauf genommen. Der hochw. Herr Erich Wechner, Präses des genannten Vereins, eröffnte sie mit kurzen Worten, worin er den Zweck der geselligen Versammlung erörterte. Hierauf erhielt der k. k. Universitütsprvfessor Hochw. Herr- Michael Gatterer 8. 4. das Wort und schilderte in begeisternder Rede, was der christliche Arbeiter verlangt und was er verlangen kann. Nach Verlesung des vom Hochw. Herrn Fürstbischof von Brixen eingelaufenen Glückwunschtelegramms gelangte untergroßartigem Beifall das vom Hochw. k. Ferdinand v. Scala verfasste Volksschauspiel „Andreas Hofer" zum erstenmal zur Aufführung. Hat der genannte Autor schon durch sein Stück „ Der Wirt an der Mahr " allgemein befriedigt, so müssen wir noch mehr seine Leistungsfähigkeit in der Herausgabe des Andreas Hofer anerkennen. Gesetzte Männer konnten sich bei einzelnen Scenen nicht der Thränen erwehren. Den Gtan. pnnkt des ganzen Stückes b ldeten woh! der Tod des Roserl und des Toni, dre Kampfesscene auf dem BergJsel, in getreu wiedergegebener Realistik, eine Scene, von der behauptet wird, man sehe sie so natürlich kaum auf größeren Theaterbühnen, sowie der Verrath am Sandwirt. Zwischen den einzelnen Acten wurden die zahlreich erschienenen Gäste durch Nationalgesänge unter der Leitung des hochw. Herrn M. Haag erheitert. Die Vereinsmitglieder haben sich vorzüglich in ihre Rollen hineingelebt. Die Costüme und Typen waren tadellos, Hofer, Speckbacher, Haspinger, Sweth geradezu porträtähnlich. Der Autor wurde dreimal an die Rampe gerufen. Möge dieses Stück bald wiederum und zwar einmal in Nachmittagsstunden zur Aufführung gelangen, damit auch die Heranwachsende Jugend sich am Beispiel der alten Tiroler Helden erbauen und kräftigen könne. Vielseitiger Dank folgt dem Volksdichter?. Ferdinand v. Scala, der uns hoffentlich bald wieder mit einer ähnlichen dramatischen Arbeit erfreuen möge.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 10. Mai 1902, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6976-erste-auffuehrung-des-volksstuecks-andreas-hofer-im-leosaale-bei-1902).
In welcher Situation wäre nun die Regierung gewesen, wenn sie, ohne dass bis Jahresschluss ein Gesetz über die Aufhebung der Mauten zustande Feuilleton. lieber den Ursprung deutschtirolischer Vogelnamen. Von F. Anzinger. …
Jungtiroler Autorenabend. Der erste Autorenabend der Gemeine Jungtirol fand am 22. März im Deutschen Caf6 statt. Der Besuch war ein zahlreicher, so dass der Saal schon bald nach 8 Uhr gefüllt war - Unter den Erschienenen …
Aus dem Stanzerthal. Von A. Renk. Hinter mir ragt die regelmäßige Pyramide des Lschirgant in den blauleuchtenden Himmel, über mir drohen die Felsen der Parseierspitze in steinerner Todtnis, fernher grüßen die wilden Domf …
Aus dem Paznann. Von A. Renk. (Nachdruck verboten.) „Die Edelweißsucherin " nennt Meister Schmied bas Gemälde, welches er mir im Originale für mein Buch „ Der Tod in den Alpen ", 2. Band, schenkte. Ich sage ihm meinen he …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.