" Petition an den Landtag wegen materieller Besserstellung der Lehrerschaft. Der erste allgemeine Beamtenverein der österreichisch ungarischen Monarchie hat, wie wir bereits gestern darauf hingewiesen, an jene Landtage, welche rn dieser Frage noch rückständig sind, eine Petition wegen materieller Besserstellung der Lehrerschaft gerichtet, worin vor allem das mehr oder weniger grelle Missverhältnis hervorgehoben wird, das zwischen den dermaligen Bezügen der Lehrer und den in raschem Tempo gestiegenen Preisen der Geringerer als Goethe hat in entscheidender Stunde auch einmal das Wasserorakel angerufen und zwar damals, als er nach einem alten westdeutschen Aberglauben als Jüngling sein Messer in die Wellen der Lahn warf, um sich von den Schicksalsmächten einen Bescheid darüber zu holen, ob er bei der Dichtkunst bleiben oder sich der Malerei ergeben sollte. Der deutschen Zauber und Wunderquellen gibt es natürlich auch viele Hunderte. Ein Theil von ihnen gehört wie die griechische Hippokrene zu den sogenannten Rossquellen, nur mit dem Unterschiede, dass es hier das Streitross Odins oder Karls des Großen ist, unter dessen Hufen sich das Wasser spendende Gestein spaltete, das Orakel spielt jedoch bei ihnen nur eine untergeordnete Rolle, während die Wunder wirkende oder heilende Eigenschaft in den Vordergrund tritt. Eine der berühmtesten Wunderquellen in deutschen Landen ist jedoch die Amorsquelle bei Amorbach im bairischen Odenwalde. Die am Ausgange des lieblichen Otterbachthales zu Füßen des Winkelberges entspringende Quelle war schon im Alterthum sehr bekannt, wie die Widmung auf einem Stein beweist, welchen Soldaten von der 22. Legion zur Zeit Hadrians den dortigen Nymphen setzten. Wenn die moderne Menschheit, soweit sie vom Wunder nichts wissen will, im Wasserquell nur seine gesundheitsfördernden Wirkungen und die befruchtende. Feuchtigkeit ehrt, so vermisst sie mindestens ebenso sehnsüchtig das Wasser dort, wo es unter der Oberfläche verschwindet und sich geheimnisvoll in den Eingeweiden der Erde verbirgt. Von jeher hat es deshalb Quellensucher gegeben, welche entweder auf Grund der Erfahrungen der Geologie oder mit allerhand Zauberkünsten den Ort ausfindig zu machen suchten, wo sich in wasserarmer wichtigsten Lebensbedürfnisse besteht und das dringend Abhilfe erheischt. Nach dieser einleitenden allgemeinen Bemerkung geht die Petition auf eine specielle Beleuchtung der Bestimmungen des Besoldungsnormales ein, die wir im Folgenden des allgemeinen Interesses wegen wiedergeben wollen Es heißt da: So klar es ist, dass der absolvierte Zögling einer Lehrerbildungsanstalt, welcher ins Lehramt tritt, nicht sofort auf eine
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 24. Juni 1902, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7005-petition-fuer-bessere-bezuege-der-lehrerschaft-an-den-landtag-1902).
das Bettelhandwerk betreiben zu sehen! Als ich darauf den Weg über St. Nicolaus nach Weiherburg zu nahm, bemerkte ich ungefähr auf der Mitte des steilen Weges eine Schar Buben, die eine vor mir gehende Gesellschaft, best …
BLUMENRADLERN VORAUS – ARBEITERMARSCH IN GESCHLOSSENEN REIHEN
(Maifeier der Socialdemokraten.) Die socialdemokratische Arbeiterschaft begann die heutige Maifeier mit einer allgemein zugänglichen Volksversammlung. Als Referent für den einzigen Punkt der Tagesordnung „ Die Forderunge …
Infolge mangelnder Ventilation ist das Röntgen - Cabinet im städtischen Spitale wandfeucht geworden. Um eine genügende Lüftung zu erzielen, wird die Anbringung von Verdunkelungsvorhängen beschlossen und hiefür ein Betrag …
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