Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
WASSERFRAGE OHNE GENUG DRUCK

Wasserfrage in Wilten und weitere städtische Baumaßnahmen in Erwägung gezogen

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 4. Juli 1903 · Seite 32 · #Gemeinderat
der Andreas Hvferstraße, GR. Brunner bringt die Regulierung der Banderlgasse zur Sprache. Die Wasserfrage in Witten. Bezüglich des Ansuchens der Hausbesitzer am „Einfange " betreffend den Anschluß an die städtische Wasserleitung betont der Vorsteher, daß die in Frage stehenden Häuser wasserlos seien und Wilten kaum Wasser abgeben könne. Die Stadt verlangt von jedem Hausbesitzer 600 Kronen Anschlußgebühr, hat sich aber bereit erklärt, die Taxe nach der Vereinigung von Wilten mit Innsbruck zurückzuzahlen. GR. Dr. Winkler glaubt, daß vielleicht doch Wilten Wasser abgeben und sich von den Hausbesitzern obige Taxe zahlen lassen könne. Demgegenüber betont der Vorsteher nochmals den häufig eintretenden Wassermangel, der sich gerade jetzt wieder fühlbar mache. GR. Brunner meint, daß Wilten bald die neue Wasserleitung bauen solle und daß der Anschluß der Hausbesitzer am „ Einfange " an die städtische Wasserleitung auf diese Art hintangehalten werden solle. GR. Dr. Winkler ist derselben Ansicht. In drei Jahren müsse die Mentelsberger Hochdrnckwasserleitung infolge der privatrechtlichen Abmachungen ohnehin bestimmt gebaut werden. Bis dorthin solle man den Hausbesitzern am „ Einfange " einfach Hosbrunnen geben. Auch die GA. Steiger und Knapp treten mit Vorschlägen hervor. Ersterer meint, man solle den Anschluß an die Stadt gegen Widerruf gestatten. Schließlich wird über Antrag des GR. Brunner beschlossen, der Mentelsberger Wasser frage näher zu treten, den B auj der neuen Wasserleitung möglichst bald du rchzu führen und die Hausbesitzer am „ Einfange " darauf aufmerksam zu machen. SLratzenbespritzuttg in Wilten. Hieraus kommt ein Antrag des Vorsteherauf Anschaffung eines Straßenbespritznngs Wagens zur Verhandlung. Der Vorsteher führt aus, eiir solcher bedeute gegenüber der Bespritzung mit Hydranten eine große Ersparnis von Wasser, auch sei die Bespritzung eine " viel regelmäßigere. Der Wagen kostet 13. 000 Mark, Transport und Zoll betragen 407 Kronen. Der Vorsteher beantragt, einen solchen Wagen sofort zu bestellen und den erforderlichen Betrag in das Präliminare pro 1904 einzustellen. ( Angenommen.) Anträge des Baukomitees rc. Anschließend daran stellt der Vorsteher einen Antrag ans Errichtung eines Pissoirs in der Leopoldstraße. Ein solches sei um 1600 Kronen von irgend einer heimischen Firma herznstellen. Als Platz wäre das Bosket visa vis dem Pinihausgarten ins Auge zu fassen, da dort viele Straßen zusammenlaufen. Die Anschaffung wird unter den gleichen Bedingungen wie beim StraßenLespritzungswagen beschlossen. Da die Holzbrücke b eim Karmeliterkloster schon wieder sehr defekt ist, bringt der Vorsteher weiter den Antrag ein, die Brücke aus Beton herzustellen und zu beschottern.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 4. Juli 1903, S. 32, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7273-wasserfrage-in-wilten-und-weitere-staedtische-baumassnahmen-in-1903).

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