der im Höttinger Gemeindegebiet gelegenen städtischen Wasser - Quellen an die Gemeinde Hötting zur Behandlung. Die Gemeinde Hötting bietet für alle Quellen, Wälder und das Reservoir insgesamt 80. 000 Kronen ( das Angebot betrug 90. 000 Kronen). Dafür will Hötting zu Gunsten der Stadt von dem mit der Gemeinde Rum seinerzeit abgeschlossenen Vertrag zurücktreten. Allerdings begehrt Hötting auch verschiedene Zugeständnisse bezüglich der Abgabe von elektrischem Licht und elektrischer Kraft, ferner bezüglich, der beim Prügelbau seinerzeit zu erbauenden Brücke. Endlich verlangt die Gemeinde Hötting auch eine eigene Station, wenn die Mittenwalderbahn erbaut wird. Nach, einer kurzen Debatte, an welcher sich Bürgermeister Greil und GR. Obexer beteiligen, erteilt der Gemeinderat feine Zustimmung zu den Abmachungen, vorausgesetzt, daß Hötting 90. 000 Kronen zahlt. Die Verbauung der Meintzartstratze. Es folgen nun die Anträge der BauMion. ( Referent GR. Maaß.) Bezüglich der Verbauung der Ost feite d er Meinhardstraße beantragt das Bäu- Komitee, geschlossene Bauweise zu billigen. Die GR. Haberer und Landsee sprechen im Interesse der Schönheit der Straße für die offene Bauweise, ebenso GR. v. Guggenberg, der ansührt, daß in Innsbruck bezüglich der freim Plätze schon genug gesündigt wurde. GR. Kapferer tritt mit Rücksicht auf die Regulierung für die geschlossene Bauweise ein. GR. Sonvicv meint, dem Gewerbemuseum soll keine geschlossene Häuserzeile gegenüberstehm. GR. Professor Lode sagt, man solle einen Baukomplex entweder ganz für geschlossene oder ganz für offene Bauweise bestimmen. Eine Seite so, die andere anders zu halten, gehe aber nicht gut an. GR. Jnnerhiofer glaubt, daß bezüglich der offenen Bauweise in der Meinhardstraße schon einmal ein Gemeinderatsbeschluß gefaßt wurde. Der Bürgermeister und GR. Dr. Winkler sind für eine geschlossene Ostfront. Der Antrag des Baukomitees (geschlossene Bauweise) wird hieraus mit 14 gegen 11 Stimmen ab gelehnt. Ein Ansuchen des Hoteliers Landsee um Abgabe von Wasser für einen Aufzug ( List) in seinem Hotel - Zubau wird nach längerer Debatte — es sprechen die GR. v. Guggenberg, Zösmayr und Junerhofer — mit der Begründung abgewiesen, daß jetzt elektrische Kraft genug zur Verfügung sei und kein Wasser mehr M motorischen Zwecken abgegeben werden kann. Anträge der Polizei - Sektion. Über die Anträge der Polizei - Sektion referiert GR. Landsee. Der Rekurs des Rittmeisters v. Szilvaßy betreffend die Vertilgung seines Hundes wird abgewiesen. GR. v. Guggenberg meint, daß man Hunde, die bissig sind, nicht bis zur Erledigung eines Rekurses herumlaufen lassen sollte. Auch die GR. Kapferer und Auffinger sind ähnlicher Ansicht. Der Rekurs der Möbelhandlung Fuchs u. Bruder wegen Nichtgestättung der Aufbewahrung von Afrik und Möbeln ans dem Dachboden, wird ebenfalls abgewiesen. Infolge der Übelstünde, die bei verschiedenen Tapezierern und Möbelhändlern auf dem Dachboden angetrofsen wurden, stellt die Polizeisek-! tion den allgemeinen Antrag, daß Dachböden zu keinen derartigen Magazinen und Werkstätten benützt werden dürfen. ( Rufe: Bauordnung!) GR. Baron Grass und GN. Zösmayr bringen einige krasse Fälle zur Sprache. Den Schluß bildete eine vertrauliche Sitzung, in welcher Personalien und Ehegesuche re. erledigst wurden.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 30. September 1903, S. 9, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7321-hoetting-erwirbt-staedtische-wasserquellen-nach-abstimmung-im-1903).
Schaukästen auf städt. Grund. Bezüglich der Feststellung der Entschädigungen für die Inanspruchnahme von städtischem Grund bei Herstellung von Portalauslagen, Schaukasten u. dgl. bringt Referent GR. Kapferer eine geänder …
wieder Verwahrung dagegen einlegen. Mit dieser Aufforderung schloß Abg. Schönerer nach fast dreistündiger Rede seine Ausführungen, von minutenlangem Beifall belohnt. Als zweiter Redner ergriff Dr. Schalk das Wort. Er wan …
Bezüglich des Ansuchens des israelitischen Vereines Cheora Kadischa wegen Erbauung einer Leichenhalle in der israelitischen Abteilung des Friedhofes spricht sich der Gemeinderat für die Bewilligung des Baues unter gewiss …
Gemeindeausschußsitzung Witten. Gestern nachmittags fand unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Hei gl eine öffentliche Sitzung des Wiltener Gemeindeausschusses statt, als deren bedeutendstes Ereignis der Beschluß bez …
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