gleichen Namens. Fast am Fuße der jungfräulich schönen Höhen Salve auf einer fruchtbaren Hochebene gelegen, bietet das Schloß einen unvergleichlich schönen An und Ausblick, der zu Photographie und Malerei schon vielfach Anlaß gab. Es beherrscht vermöge seiner Lage das ganze Brixental, das gegen Westen keinen anderen Ausweg hat als die schmale Straße und die Bahn, es beherrscht die ausdringlich nahen Wildschönauer Wildberge, einen großen Teil des Unterinntales mit dem „Wörgler Boden " und dem Angerberge, das Tal von Söll und den Scheffaner Kaiser, der als grauer Greis die grünen Hügel überwacht, es beherrscht die frühere Verkehrsstraße von Innsbruck — Salzburg durch das Leukental, und es darf uns nicht wundern, daß ehemalige Besitzer dieses Postens es wohl verstanden Haben, eine kleine Vorpostenlinie in „ Luech " aufzustellen, die für den hoch oben thronenden Ritter die Durchzugssportel zu beheben hatte. Diese, ein weites Gebiet beherrschende Lage, hat dem Schlosse Itter seinen Ursprung, seine Bestimmung, und in der Folgezeit seine eigentümliche Geschichte gegeben, ck) ie mit der Entwicklung der Lirolischen und österreichischen Geschichte in enger Verbindung steht. Der Name Itter, Utter und Mter hat meines Wissens nur einen Bruder im Bregenzer Wald bei Andelsbuch ' und einen an einer katholischen Pfarre bei Düsseldorf und ist kach seiner sprachlichen Entstehung und Bedeutung wohl schwer zu erforschen Strub ( rhät. Ethnologie S. 24) vermutet rasenischen Ursprung. Die Entstehung eines Schlosses reicht jedenfalls ein Jahrtausend zurück, dessen erste Jahrhunderte sich allerdings im Dunkel der Sage und Mutmaßungen verlieren. Aus der österreichischen Geschichte läßt sich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit annehmen, daß in der Sturm und Drangperiode der Magyaren - Einfälle bis zur Schlacht am Lechfelde (955) das Schloß Itter eine Hauptposition des Brixentales gebildet habe. Schon 902 sagt eine Urkunde, daß der Gaugraf Ratho oder Rapotho II. von Andechs seine ihm gehörigen Güter in Sperten, Windau und Kelchsau samt Wöltersdorf und Ratfelden dem Hochstift Negensburg abgetreten habe, welches aus diesen drei Tälern die Herrschaft und das Amt Itter bildete und kurzweg Brixental nannte, da sis den größten Alpenkomplex desselben umfaßten. So ist nicht unwahrscheinlich, daß um diese Zeit der Grund zum Turm ( turris) Eng. lsberg bei Hopfgarten, als sicheren Sitz für den Probst oder Kämmerer des BrixentalS, sowie zum Schloß Itter ( nrx) für das Psuggericht gelegt wurde, was umso notwendiger war, als weder innere noch äußere Sicherheit vmHänden und massenhafte Fehden an der Tagesordnung waren, während von Osten her wilde Horden mit Raub und Mord das Tal bedrohten.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 21. November 1903, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7357-geografische-und-historische-bedeutung-des-schlosses-itter-im-1903).
(Restaurierungsarbeiten in der k. und k. Hofburg.) Die Empfangsräume Sr. Exzellenz des Herrn Statthalters in der k. u. k. Hofburg, Audienzsaal, Arbeitszimmer des Statthalters und der ÄudienKvorsaal, wurden in der letzten …
(Ein neues Amts ge bau de in Innsbruck?) Sicherem Vernehmen nach ist der Neubau eines Amtsgebäudes in der Bttrgerstraße /auf dem an das Forst und Domänendirektionsgebäude anstoßenden Baugrunde, gegenüber dem k. k. Gefang …
(Der Rudolssbrunnen.) Ein Freund unseres Blattes schreibt uns: Der Rudolfsbrunnen wird gegenwärtig wieder „ restauriert ", das heißt abgekratzt, abgemeißelt, abgehämmert u. s. w. So viel wir uns erinnern, ist dies das dr …
(Alts in st er mün z er - Brückent u r m.) Zu den fesselndsten der zahlreichen herrlichen Landschastsbilder des Oberinntales Zählt unstreitig der Altjinstermünzer- Brückenturm, der jedem Beschauer unvergeßlich bleibt. — …
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