Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
WELSCHER RECHT UND DEUTSCHER STOLZ

Gefährdung des Deutschtums in Südtirol und weittragende Folgen für den österreichischen Staat

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 11. Oktober 1904 · Seite 1
Das Deutschtum in Südtirol ist nicht weniger gefährdet, als dasjenige in Böhmen und Mähren; und daß der welschtirolische Irredentismus selbst in Innsbruck bereits mit der Forderung der Gleichberechtigung auftritt und sich in dieser Vorpostenstellung häuslich einrichtet und befestigt, wird uns eben in diesen Tagen aufs neue in allen Tonarten vorgesungen. Die sprachliche Eroberung Südtirols durch das Welschtum hat aber für den Gesamtcharakter des österreichischen Staates noch viel weitertragende Folgen, als selbst die Zurückdrängung, des Deutschtums in Böhmen und Mähren. Die große nationalstrategische Bedeutung Südtirols besteht eben darin, daß durch die Behauptung des Etsch und Eisackgebietes für das deutsche Volkstum auch diejenige des D rau - und Murgebietes bedingt ist.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 11. Oktober 1904, S. 1, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7581-gefaehrdung-des-deutschtums-in-suedtirol-und-weittragende-folgen-1904).

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