1 Seife 8. Nr, 261. Antritts - Kommers der deutschfreiheitlichen Studentenschaft. Mm Samstag fand im?. großen Stadtsaale der diesjährige Antrittskommers der deutschfreiheitlichen Studentenschaft der Universität Innsbruck statt. Cs fanden sich, hiezu außer allen farbentragenden Korporationen auch der akademische Alpenklub, der Medizinerverein, die Finkenschaft, sowie viele Vertreter auswärtiger Korporationen ein. Der akademische Gesangverein sah sich infolge eines bedauerlichen Zwiespaltes in der deutschfreiheitlichen Studentenschaft leider genötigt, ferne zu bleiben. Rektor Dr. N. v. WP et sch ko erschien mit über 30 Universitätsprofessoren, außerdem bemerkten wir Bürgermeister Greil, Vizebürgermeister Wenin, Prof. Edgar Meyer, Pastor Wehrenpfennig, viele Gemeinderäte und Vertreter nationaler Vereine, den Ausschuß zur Errichtung eines deutschen Hochschülerheims in Innsbruck, sowie Vertreter der Bürgerschaft Auf den mit den studentischen Emblemen geschmückten Galerien des Saales, der ein buntes Bild bot, sah man zahlreiche Damen. Als der Rektor, begleitet von den in voller Wichs erschienenen Chargierten in den Saal trat, spielte die Kapelle des 1. Tiroler Kaiserjäger - Regiments, die den musikalischen Teil des Abends besorgte, das „Gaudeamus ", indes sich alle Anwesenden von den Sitzen erhoben. Herr Kehrer ( Gothia) begrüßte sodann als Vorsitzender des Hochschulausschusses der deutschfreiheitlichen Studentenschaft all die Erschien nenen und betonte, es gelte nach alter studentischer Sitte, den Beginn eines neuen Studienjahres mit einem fröhlichen Kommerse zu feiern. Derselbe sei ein äußeres Zeichen der Zusammengehörigkeit der deutschfreiheitlichen Studentenschaft, die bei dieser Gelegenheit sich neuerdings geloben solle, stets für ihre Ideale: Wissenschaft, Freiheit und Deutschtum einzutreten. Nach dem Liede „ Hier sind wir versammelt zu fröhlichem Tun " und einem Musikstücke ergriff stnä. Rainer ( Suevia) das Wort zur Festrede, in der er ausführte, daß die Hochschulzeit nicht nur dazu da sei, der Wissenschaft ihren Tribut zu zollen, sondern auch dazu, die Jungmannschaft zu charakterfesten deutschen Männern und zu Stützen und Kämpfern des deutschen Volkes heranzuziehen. Redner erinnerte an die Zeiten Jahns, in denen die Studentenschaft zuerst in das politische Leben eintrat. Freiheit, Ehre und Vaterland mögen auch jetzt noch der Leitstern derselben sein. Im engeren Heimatlande Tirol sei ein reiches Feld der Betätigung geboten. Klerikalismüs und ein nationaler Haß und ein undeutsches Regierungssystem sind hier mehr als irgendwo anders zu bekämpfen. Voll Dankes müsse man daher jener gedenken, welche es sich zur Aufgabe gemacht haben, der deutschfreiheitlichen Studentenschaft ein eigenes Heim zu schaffen. Redner bat, den Verein zur Errichtung eines deutschfreihheitlichen Studentenhauses in Innsbruck nach Kräften zu unterstützen. Mit einer Mahnung zur Einigkeit schloß stuä. Rainer seine mit großem Beifalle ausgenonnnene Rede. Herr Walter ( Burschenschaft Suevia) sprach
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 15. November 1909, S. 9, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8653-antrittskommers-der-deutschfreiheitlichen-studentenschaft-in-1909).
Das botanische Institut und der botanische Garten in Innsbruck. Herr Professor Heinricher schreibt uus >: Zn dem Berichte, den die „ Innsbrucker Nachrichten " über die Versammlung des Deutschen Bolksvereines vom 1. d. M. …
(Die Innsbrucker Univ er si tä t bau fällig.) Der Innsbrucker Schulskandal wur ' e um ein neues Kapitel bereichert. Das Gymnasium wurde mit einem zdostenaufwande von 12. 000 Kronen wieder notdürftig in Stand gesetzt und …
Gesangverein) begrüßte alle Erschienenen und wies daraus hin, daß sich die deutschsreiheitliche Studentenschaft Innsbrucks entschloß, statt des ausgefallenen Antrittskommerses einen Bismarckkommers zu geben, um das Anden …
Ein neuer Lehrplan für die humanistischen Gymnasien. "Der Minister für Kultus und Unterricht Graf Stürgkh hat soeben einen neuen Lehrplan für das humanistische Gymnasium erlassen. Im großen und ganzen schließt sich diese …
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