(Feststellung von Fisch krankheiten.) Der vor kurzem ins Leben getretene Fischereiverein für DeuLschLiroil hat bei seinen umfassenden, auf die Hebung der Fischbestünde abzielenden Bestrebungen natürlich ein lebhaftes Interesse daran, von dem Vorkommen und der Ausbreitung aller Fisch krankheiten in den Wässern des Landes Tirol möglichst genaue Kenntnisse zu erlangen. Im Besonderen möchte er zur Zeit Ausschluß darüber erhalten, ob in den Gewässern seines Bereiches jene Fischseuche Verbreitung erlangt hat, die gegenwärtig in einzelnen Forellen und Äschenreich en Bächen des Nachbarlandes Bayern aufgetreten ist und großen Schaden anrichtet, da sie ungemein ansteckend ist und tödlich verläuft. Es handelt sich dabei um die sogenannte Furunkulose der Salmoniden, eine Krankheit, die bei den betreffenden Fischen in gewissen Stadien durch das Auftreten vereinzelter oder mehrerer lebhaft rot umsäumter, graugelber fleckiger Herde in der Haut, bezw. durch örtliche Geschwürbildung gekennzeichnet ist. Jüngst wurde nun ein Fall dieser Krankheit auch bei einer Äsche aus dem Inn beobachtet und sestgestM. Es ließ sich der spezifische Krankheitserreger ans einer Eiterbeule dieses Tieres durch das Kulturverfahren rein züchten und es gelang auch bei einem Jnfektionsversuch die typischen Erscheinungen der Krankheit bei der Forelle hervorzurufen. Es besteht sonach die Möglichkeit, daß die Seuche auch in den Gewässern Tirols Verbreitung gewinnt. Angesichts dieser Gefahr sollten alle Fischereiinteressenten ihre Wässer genau beobachten und tote, sowie auch kranke Fische nach Möglichkeit und ohne Verzug entfernen lassen. In Hinsicht auf die Furunkulose ist erhöhte Wachsamkeit besonders während der Laichzeit der Forellen und Äschen geboten, da diese Krankheit erfahrungsgemäß gerade zu dieser Zeit mit Vorliebe sich ausbreitet. Der Fischereiverein für Deutschtirol,würde wünschen, daß ihm alle vorkommenden Fälle der genannten oder anderen Fisch krankheiten unverzüglich zur Kenntnis gebracht und daß ihm verendete Fische mit offenkundig krankhaften Veränderungen sofort eingesendet werden. Angaben über den Fundort solcher Fische, über etwa beobachtete Krankheitserscheinnngen, über besondere Umstände in den betreffenden Gewässern und über Vermattungen betreff Entstehung und Natur der Krankheiten sollten nach Möglichkeit beigefügt werden. Die Untersuchung erfolgt kostenlos und es wären solche Fische nebst Mitteilungen zu senden an Professor E. von Hibler, Pathalogischanatomisches Institut in Innsbruck.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 4. Dezember 1909, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8662-feststellung-von-furunkulose-bei-aesche-aus-dem-inn-wachsamkeit-vor-1909).
(Der gestrige Jahrmarkt in Hall) war zwar vom Wetter sehr begünstigt, doch dürfte der letzte starke Schnoefall daran schuld sein, daß heuer nicht soviel Vieh aufgetriÄen wurde wie sonst. Es wurden gestern 130 Pferde 270. …
Der Gemeinderat und die Zelger ' schen Erben. Über diese Angelegenheit berichtet der Referent wie folgt: Bon Seite der Zelger ' schen Erben wurde unmittelbar vor der letzten Sitzung an sämtliche Gemeinderäte ein „ Zur Au …
(Die Kupferbergwerke Kelchalpe und Schattberg) scheinen immer mehr zurückzugehen. Wie aus Jochberg ( Bezirk Kitzbühel) gemeldet wird, sind in jedem dieser Bergwerke nur mehr 15 Arbeiter beschäftigt, es ' dürfte daher kau …
Seite 17. Betriebserfolg der Lanoes - Brandschaden - Bersicherungsanstalten im Jahre 1908. Dem soeben erschienenen Rechenschaftsberichte der tirollsch vorarlbergischen Brandschadenversicherungsanstakten entnehmen wir kur …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.