wies darauf hin, daß das Projekt der Höhenstraße bereits 4 bis 5 Jahre alt sei und von den Herren Ingenieur Mayer und Konzert in uneigennütziger Weise auf ' eigene Kosten versaßt wurde. Dias Projekt habe viele Hindernisse gefunden, insbesondere durch kostspielige Besitzer. Tie Anrainer verweigern noch heute die Durchfahrt oder fordern enorme Preise für die Grundeinlösung; sie könnten sich aber im Falle einer Expropriation sehr täuschen. Tier Redner erinnerte an die Opferwilligkeit des leider zu früh verstorbenen Bauunternehmers Biedermann und erwähnte auch, daß die festgestellten Tetailprojekte trotz Aufforderung nicht vorgelegt wurden. Gemeinderat Hotelier Landsee gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß das Projekt der Höhenstraße endlich einmal öffentlich besprochen werde. Es gäbe wenige Städte der Welt, die so schön gelgen seien, wie Innsbruck und die Höttinger Gelände, außerdem noch ausgezeichnet durch ein vorzügliches Klima. Bei entsprechender Pflege und Ausbau der Straßen würde der Hungerbnrgboden ein Besiedlungs ' gebiet ohnegleichen werden, daher sollen auch alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um den Straßenbau zu erreichen. Eifersucht, Neid, und Unverstand haben vielfach die Entwicklung gehindert; man möge die Straße nur bauen; die Besiedlung und der Erfolg werden sich schon einstellen. ' Nachdem noch die Herren Baumeister Mayr, kaiserl. Rat Heigl, Greiderer, Keller, Heiß, Nocker, Hotelier Barwig Oberingenieur Mayer gesprochen hatten, wurde die Annahme einer Resolution beantragt, die eine lebhafte Debatte hervorrief und schließlich in nachstehender Form einstimmig angenommen wurde: „ Tie heute im Gasthof Rainerwirt in Hötting versammelten Interessenten erklären es als unbedingte Notwendigkeit, daß zur Hebung der Bautätigkeit im nördlichen Mittelgebirge eine Höhenstraße zum Hungerburgboden erbaut wird. Als bestes Projekt erkennt die Versammlung das von den Herren Ingenieuren Mayer und Konzert verfaßte Auffahrt -, Mittel und Höh enstraßenprojekt an. Tie Versammlung fordert aus das energischeste, daß die Gemeinde Hötting dieses Straßenprojekt als ihr offizielles erklärt, dafür die behördliche Genehmigung erwirbt und ehestens einen Bauplan beschließt, der die willkürliche Verbauung des Geländes verbietet. Tie Besiedlung des H ungerburgbodens liegt nicht nur im lokalen Interesse Höltings, sondern der ganzen Gegendund des ganzen Landes, da dadurch für den Fremdenverkehr ein großes, einzig dastehendes Gebiet erschlossen wird. Tie Versammlung erhofft, daß sowohl Jnteressentschast, Gemeinde Hötting, Stadtgemeinde Innsbruck, Land und Staat sich zur Ausführung dieses Projektes zusammenschließjen werden. " Ter Antrag des Herrn Lehrers Knapp, eine Resolution überhaupt njcbi zu fassen, wurde einstimmig ab gelehnt. Über Anregung des Herrn Hoteliers Landsee wurde noch beschlossen: „ Das Straßenbaukomitee wird gebeten, noch ' im Laufe dieses Monats eine Versammlung großen Stils aller Interessenten einzuberufen ' und über den Stand der Angelegenheiten Bericht zu erstatten. " Hierauf wurde die Versammlung ^ ach dreistündiger Dauer geschlossen.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 10. Oktober 1910, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8795-einstimmige-resolution-fuer-die-errichtung-der-hungerburgboden-1910).
Universitäten jene Bedeutung, welche ihr gebührt, und erst hu Jahre 1754 wurde in Wien der erste botanische Garten gegründet. Durch den anregenden Einfluß der Botaniker Scopoli, Hohenwart, Wulfen und anderer, die Tirol z …
(Das kaiserliche Schloß Petersberg in Silz) beherbergt seit voriger Woche etwa vierzig Zöglinge der Offiziers töchter- Institute Hernals ( Wien) und Odenburg. Die Zöglinge machen fleißig Ausflüge in die Umgebung. …
Heuer im Sommer erschien Dr. Dorfmanns Werk: „ Ausgestaltung der Pastoraltheologie zur Univerfitätsdisziplin und ihre Weiterbildung " aus dem Büchermarkt (Das neue LandeskulturratVgebäude in Innsbruck.) Wie die, ,Tir. Zt …
(Neubauten am Saggen.) Man schreibt unsz Mre rege Bautätigkeit ist im heurigen JaM wiederum im Saggenviertel zu ver- Nicht nur eine ziemliche Anzahl hübstM Neubauten, die wir teilweise schon im Frühjahre besprochen haben …
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.