Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
DACHSTUHL UM 15 CM GEHOBT

Umbau der Haller Pelzbühne mit Betonstreben, Heizungsneuerrichtung und Korkwänden

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 10. Oktober 1910 · Seite 5
(Der Umbau der Haller Pelzbühne.) Nach dem „ Unterinnt. Boten " wurden bis jetzt am Magistratsgebäude bzw. an der MlzbMne, deren Umbau seinerzeit beschlossen wurde, folgende Arbeiten ausgeführt: An der Nordseite oes Gebäudes wurde ein tief fundierter Beton- Streb epsteiner, 3 Meter breit und 2 Meter hoch/ eingebaut, da das Hauptmauerwerk an dieser Stelle durch Feuchtigkeit stark gelitten hatte. Die Heizanlage im Polizeiwachlokal, im Meldeamt, im Bürgermeisterzimmer und im großen Saal wurde neu hergestellll da die frühere Heizung direkt feuergefährlich war. Der! ganze Dachstuhl, der in der Mitte bedenkliche Senkungen gezeigt hatte, wurde unterfangen und um 15 Zentimeter gehoben. Die Eisenbeton - Decke für die Pelzbühne hat eine Fläche von 320 Quadratmetern; ihre Durchführung sowie die Errichtung der 200 Quadratmeter Korkwände haben das volle Lob des Architekten Professor Fischer aus München gefunden. Es wurden drei neue Kamine im Pelzbühnenraum hergestellt. Die Umfassungsmauer und die Decke über die Sekretärskanzlei mußten teils durch Einziehen von Traversen, teils durch Untermauerung aller schadhafter Stellen rekonstruiert werden. Die Kosten für alle diese teils in Regie, teils durch die betreffenden Firmen hergestellten Arbeiten belaufen sich aus rund 12. 200 Kronen. Jetzt sind noch die Türen und Fenster einzusetzen, die Tischlermeister Munner in Arbeit hat, ferner die Parquetten des Meisters SteiUlechner und im Gang der ganz neuartige Schleicherboden. Dann ist die Pelzbühne so ziemlich ausgebäut.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 10. Oktober 1910, S. 5, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8796-umbau-der-haller-pelzbuehne-mit-betonstreben-heizungsneuerrichtung-1910).

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