der Tiefe bewerkstelligt, und man ist eben im Begriffe, eine ungefähr 2,5 Kilometer lange Drahtseilförderbahn von der Grube bis zum Eingänge in das Gafleintal zwecks billiger Abförderung des erzhaltigen Haufwerkes zur daselbst errichteten, aus elektrischen Betrieb eingerichteten Aufbereitungswerkstätte ( Erzanrercherungscmstalt) zu erbauen. Letztere ist mit den modernsten Maschinen und Apparaten ausgestattet, so daß selbst die metallärmsten Erze zu Handelsware verarbeitet werden können. Ein am Kälbertalbach, am Fuße des Fernpasses, errichtetes Elektrizitätswerk gibt die hiezu erforderliche Kraft ( ungefähr 100 Pferdekräfte). Da in der Grube heute schon bei 50. 000 Kubikmeter erzhaltige Lagermasse, das sind rund 125. 000 Tonnen Roherze, erschlossen sind, ist eine nachhaltige Erzproduktion gesichert und kann dem Unternehmen insbesondere nach Fertigstellung der Fernbahn eine recht gedeihliche Entwicklung prognostiziert werden. N e g e l s e e k a r bei E h r w a l d. Am obersten Ende des Gaistales bebaut die Firma F. H. Dudek Söhne in Berns ' dorf ( Oberlausitz, nächst der Ehrwalder Alpe), ein Bleiund Galmeierz - Vorkommen in dolomitischem Kalke von bedeutendem Umfange, das gleichfalls zu den schönsten Hoffnungen berechtigt. Die hier geförderten Bleierze hatten 60 — 65 Prozent Blei und die Zinkerze ( Galmeierze) 45 — 55 Prozent Zinkmetall, und sind namentlich letztere von ausgezeichneter Güte. Zur Zeit rverden in unverritzter Teufe mittels eines tiefen Unterbaustollens Neubauaufschlüsse bewerkstelligt, nach deren Durchführung eine Drcchtseilförderbahn von der in 1745 Metern Seehöhe gelegenen Grube nach dem Dorfe Ehrwald ( boit etwa 41/2 Kilometer Länge) hergestellt und daselbst eine Ausbereitungswerkstätte für ungefähr 30 Tonnen tägliche tzaufwerksverarbettunü Maut werben wird - M im Bau begriffene Bahnlinie Reutte — Garnlisch wird dem Unternehmen sehr förderlich sein. Röhrerbüchl bei Kitzbühel. Dieser einst durch seine tiefen Schächte ( 800 bis 900 Meter), welche als die tiefsten Baue der Erde galten, berühmte Bergbau auf silberreiche Kupfererze, liegt nächst Oberndorf zwischen Kitzbühel und St. Johann i. T., kaum anderthalb Kilometer von der Bahn entfernt. Seine Baue wurden vor mehr als hundert Jahren des großen Wasserandranges in der Tiefe wegen verlassen, und nur mehr zahlreiche umfangreiche Haldenhügel und Bodensenkungen geben Zeugnis von dem hier äußerst schwunghaft geführten Bergwerksbetrieb. Eine deutsche Bergbau - Unternehmung hat hier einen neuen Sondierschacht auf 90 Meter Tiefe abgesenkt, von dem aus das Gebirge mittels Querschlägen weiter untersucht wurde. Hiebei ist man bereits auf ne ^ ne Erzadern von ganz befriedigender Beschaffenheit gestoßen, so daß vor Kurzem die Freifahrung eines Grubenfeldes stattsinden konnte. Inzwischen wird mit weiteren Aufschlußarbeiten eifrigst fortgefahren. Obernberg am Brenner. Hier befirtben sich am Kühberg eine Anzahl alter Erzgruben auf Blei und Zinkerze, die im 15. und 16. Jahrhundert in lebhaftem Betriebe standen. Die stark silberhaltigen Erze brechen aus Klüfte im dolomitischen Kalk des Tribulaunstockes von wechselnder Mächtigkeit, in Begleitung von Fahlerz, Baryt und Flußspat ein. Während vor Alters nur die Bleierze verwertet wurden, hat man nunmehr das Hauptaugenmerk auf die Zinkerze ( gelbe Blende), die allenthalben massenhaft vorhanden sind, gelegt und von solchen in jüngster Zeit recht ergiebige Neuaufschlüsse gernacht, die im Vorjahre mit einem Grubenfeld belohnt wurden. Man plant die Anlage eines Unterbaustollens, welcher bei 300 Metern Länge die alten Baue um ungefähr 70 Meter unterfahren wird. Reichlich vorhandene Wasserkräfte für Betriebszwecke und die günstige Lage der Gruben ( kaum 7 Kilometer von tzer BaHn entfernt), lassen eine gedeihliche Entwicklung des Unternehmens gewärtigen. Infolge Todsalles des Grubeneigners ( Bergdirektors Friedr. Ortel - München)? ist in der Weiterführung des Betriebes momentan eine Stockung eingetreten und suchen die Erben vorerst eine fremde Beteiligung am Unternehmen zu finden. Eggertal bei Sterzing. Ein weiteres Blei und Zinkerzvorkommen von voraussichtlich großer Ausdehnung wurde vor einigen Jahren am Nordhange der sogenannten „
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 19. Juli 1911, S. 8, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8905-neubau-einer-drahtseilbahn-im-gafleintal-zur-erzaufbereitung-1911).
Das geringste Gebot beträgt 26. 750 Kvonen. (Verpachtung der städt. Schwimmschule am Gießen.) Der Gemeinderat hat in der gestrigen vertraulichen Sitzung die Schwimmschule am Gießen in Hötting auf weitere drei Jahre an de …
(Das Erzbergwerk am D irschentritt.) Wie wir seinerzeit mitteilten, hat eine reichsdeusche Bergwerksgesellschaft das alte, aufgelassene Bergwerk am Dirschentritt bei Nässereith wieder in Betrieb gesetzt. Eine Untersuchun …
Forstverein für Tirol und Vorarlberg. In der letzten Jahresversammlung des Forstvereines für Tirol und Vorarlberg, die kürzlich im „ Grauen Baren " stattfand, widmete der Präsident Dr. Anton Freiherrn von Longo- Liebenst …
" eilt reiches Goldlager entdeckt worden. Der Gehalt der Erze soll zwischen 40 bis 50 Gramm pro Tonne betragen. Der Erforscher, Gottfried Förster, Geologe in Gries bei Bozen, hat das Vorkommen mit 36 Freischürfen gedeckt …
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