Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
AGUNTUM VERGESSEN – STEINE ERINNERN

Debantbach hat Agunt unter Aeckern und Gebüsch versenkt

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 15. Februar 1913 · Seite 3 · #Archäologie
Was Menschenhand und Verwitterung nicht vernichtete, vollbrachte in Jahrhunderten der reißende Debantbach. Noch, im 16. Jahrhundert überragten verschiedene Bautenreste sichtbar den Boden. Heute liegt alles unter diesem, unter Aeckern, M lesen, Gebüsch und Gebäuden. Nicht nur die einstige Lage, sondern sogar der Name entschwand dem Gedächtnis der Menschen. Bis vor vierzig Jahren suchte man Agunt in Jmrichen, wo aber in Wirklichkeit Littamen oder Littanum lag. Die Bewohner und Grundbesitzer zu beiden Seiten des Debantbaches stießen bei Bearbeitung ihrer Felder und bei Grundgrabungen häufig auf Mauerreste und machten allerlei Funde. Der Debantbach selbst deckte im großen Ueberschwemmungsjahr 1682 verschiedenes Jnteresfante auf. Man nahm auch mancherlei Grabungen von berufener und unberufener Seite vor. Die Funde aber verzettelten sich in alle Welt, gingen größtenteils wieder verloren, das Aufgedeckte wurde nicht einmal immer durch Zeichnungen festgehalten oder festgestellt, sondern einfach wieder zugeworfen. Die wertvollsten Jnschriftsteine, die sich auf Agunt beziehen, besitzt wenigstens das Museum Ferdinandeum in Innsbruck.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 15. Februar 1913, S. 3, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9203-debantbach-hat-agunt-unter-aeckern-und-gebuesch-versenkt-1913).

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Wie das Ausland darüber urteilt. Me wissenschaftliche Zeitschrift „ Natur und Kultur ", welche in München erscheint, bringt im 15. Heft, Seite 477 ff. folgende interessante Besprechung v! on Agunt: Mm meisten reizen uns …

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