Zeitgenössische Originalberichte aus Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol
Tiroler Zeitungschronik
HISTORISCHER RÜCKBLICK AUF Um 1138 · FISCHNALER-CHRONIK

Verleihung der Pfarre Wilten an Prämonstratenser

Innsbrucker Nachrichten · Erscheinungsdatum: 19. Oktober 1912 · Seite 1 · #Fischnalerchronik
📜 Quelle & Konkordanz: Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik (Bd. I, 1929) Aus Fischnaler-Quellenindex erschlossen
Regest #81 (Buchseite 17, Um 1138, Nachweis: 96 209; 12 241; 23 39): „Bischof Reginbert von Brixen verleiht dem aus dem Stift Rot in Bayern stammenden, hier als Nachfolger von Benediktinern angesiedelten Mitgliedern des Prämonstratenser-Ordens die uralte Pfarre Wilten, zu der die Ortschaften Innsbruck, Hötting, Völs, Mutters und Natters gehörten, samt der ganzen Hofmarkung mit den Gründen am Saggen; daß 1141 auch die niedere Gerichtsgewalt in den Händen des Stiftes war, ist gesichert.“ · In der Fischnaler-Gesamtansicht öffnen →
[Regest bei Konrad Fischnaler, Innsbrucker Chronik I, S. 17: „Bischof Reginbert von Brixen verleiht dem aus dem Stift Rot in Bayern stammenden, hier als Nachfolger von Benediktinern angesiedelten Mitgliedern des Prämonstratenser-Ordens die uralte Pfarre Wilten, zu der die Ortschaften Innsbruck, Hötting, Völs, Mutters und Natters gehörten, samt der ganzen Hofmarkung mit den Gründen am Saggen; daß 1141 auch die niedere Gerichtsgewalt in den Händen des Stiftes war, ist gesichert.“] Originaltext der Innsbrucker Nachrichten (19. Oktober 1912, S. 1): Dächer verfügt man gewöhnlich nur über jüngere Mnd wenige urkundliche Formen, was die Er- Mrung natürlich sehr erschwert. Dies alles ist trun auch beim Berg Isel der Fall. Als um das Jahr 1140 das Prämonstratenser- kloster Wilten gegründet wurde, erhielt es von seinem Stifter Reginbert von Brixen, dem Grafen des Jnntales, eine eigene Hofmark mit Gerichtsbarkeit geschenkt. Bei den Grenzen derselben erscheint auch ein mon8 Burgusinus oder Burghusinus, d. h. der Burgberg oder Berg Burghausen. Darunter ist der sogenannte Burgstall zu verstehen, ein vor Bill jenseits ' des Baches gegen die Gluirschhöfe und die Sill vorspringender, waldiger Kopf. Hier stand schon damals das Schloß Straßfried der Herren Helbl- ling, nach denen noch heute das vielbewunderte Helblinghaus in der Herzog Friedrichstraße zu Innsbruck benannt Ist. Die Helbling waren einst das mächtigste und verbreitetste Dienstmannengeschlecht der Jnntalgrafen und späteren Landesherren von Tirol in der Umgebung von Innsbruck. Von ihrer Burg Straßfried sind heute kaum Spuren auffindbar. Sie lag fast genau gegenüber der Sonnenburg, von deren Dasein auch nur ein paar im Walde versteckte Mauerreste Zeugnis abgeben.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 19. Oktober 1912, S. 1, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/9820-verleihung-der-pfarre-wilten-an-praemonstratenser-1912).

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