Dr. Alois Waibl. Arrs Stadt und Land. (Tirolisch vorarlbergischer Thierschutz v e r e i n.) Vor einigen Tagen hielt dieser Verein im hübschen Saale der Innsbrucker Liedertafel seine diesjährige Generalversammlung ab. Die schlechte Witterung beeinträchtigte den Besuch der Versammlung seitens der Vereinsmitglieder einigermaßen. Der verdiente Vorstand des Vereines, Herr Redacteur Tschugmell, begrüßte die Anwesenden auss herzlichste und hielt dann einen kurzen Vortrag über Vogelschutz, in dem er den zahlreich anwesenden Kindern die Schonung unserer befiederten Völker empfahl. Dem Jahresbericht, den der Schriftführer des Vereines hierauf zur Kenntnis brachte, entnehmen wir, dass der Verein als sein Hauptziel verfolgt, die Thierschutzideen in die breitesten Schichten der Bevölkerung und unter die Schuljugend zu tragen. Ersteres wird dadurch angestrebt, dass an zahlreiche Lesecasinos des Landes unentgeltlich die Zeitschrift „ Der Thierfreund ". Organ des Wiener Thierschutzvereines, seitens des hiesigen Vereines gesendet wird. Auf die Heranziehung unserer Schuljugend, namentlich auf dem Lande, zu Thierfreunden wird dadurch hingewirkt, dass Flugschriften zur Unterhaltung und Belehrung an die Schulen hinausgesendet werden. So wurde das treffliche Lesebüchlein von dem deutschen Thierschützer Hans Beringer vom Verein in einer starken Auflage (1050 Stück) angekauft, der ausgezeichnete Vortrag des Hrn. Lehrers Kuen in Innsbruck: „ Wenn die Thiere sprechen könnten, was würden sie uns erzählen " wird in einer Anzahl von 10. 000 Exemplaren zur Vertheilung gebracht. Endlich wurde ein gediegener fachmännischer Vortrag, den Frl. Emilie Werfer, Lehrerin in Kufstein, im Unterinnthaler Lehrerverein gehalten u. der die Weckung des Interesses des Thierschutzes in der Volksschule behandelt, in Druck gelegt und zur Vertheilung an die Lehrer bestimmt. Aus der weiteren Thätigkeit dts Vereines seien die Bemühungen desselben erwähnt, in Trient einen Bruderverein zu gründen. Im Interesse des Vogelschutzes wäre dies sehr zu wünschen Sehr angelegen lässt sich der Verein auch die Reform des unzulänglichen tirolischen Vogelschutzgesetzes vom 30. April 1870 sein. Die erstm Schritte wurden schon gelegentlich der ersten Session des neuen Landtages gemacht. Auf die Regelung des Hundefuhrwerks hat der Verein sein besonderes Augenmerk gerichtet; vielleicht gelingt es neuerlichen Bemühungen, eine Verordnung, welche das Hundefuhrwerkswesen genau regelt, zu erreichen Der Vereinsleitung ist es auch gelungen, von competenter Seite die Zusicherung zu erhalten, dass die hier unbedingt nothwendigen Trinkgeschirre für die Hunde seitens der Stadt beschafft werden. Selbstverständlich ist der Verein gegen jede Thierquälerei, die ihm bekannt wurde, eingeschritten. Dank des freundlichen Entgenkommens der Behörden ist es auch gelungen, einzelne Thierquäler der verdienten Strafe zuzuführen. Der Bericht betont gleichwie in früheren Jahren die Nutzlosigkeit des Einschreitens in jenen Fällen, in denen die Anzeiger sich nicht getrauen, mit ihrem Namen für das Unrecht, das den Thieren zugefügt wurde, einzustehen. Der Bericht schließt mit dem Danke an die Geistlichkeit, Lehrerschaft und Förderer des Vereins, namentlich an die heimische Presse. Der Bericht wurde zur Kenntnis genommen. Der Vereinscassier Herr Professor Böckle erstattete den Cassenbericht, der ein günstiges Bild von der finanziellen Gebarung des Vereins bot.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 30. Juni 1896, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6052-generalversammlung-des-thierschutzvereins-in-innsbruck-1896).
Uhr vre Tobten ihren Gottesdienst halten. Da ist der Altar erleuchtet, der Priester im Messornate steht davor und in den Kirchenstühlen knieen, sitzen, beten Männer und Frauen jeden Alters, die längst die Erde verlassen …
und Hleujaßrsgeschenke. Skizze von Heinrich Geller. (Nachdruck verboten.) Der Klang der Mitternachtsstunde ruft das neue Jahr wach Er findet den einen im frohen Freundeskreise vor gefüllten Gläsern, den andern im einsame …
7 ling, Drachen u. s. w fanden hier ihre Vertretung. Sämmtliche Schleicher, einschließlich Wirt und Kellnerin, Bauer und Bäuerin, Senner und Sennerin, waren äußerst gelungene Figuren. Ihre Ausstattung war prachtvoll, vie …
4 hilfreich zur Seite, gieng selbst in die Forste,, wegen Bezuges des Bauholzes, bis ihn die Influenza aufs Lager warf, welche auch dazumal hier ihr unheimliches Wesen trieb. Möge er dem engen Gemeindeausschusse von Telf …
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