gewonnen. Die Zunahme der Production ( 80 * 11 Vs) hat lediglich in der ganzjährigen Betriebsdauer ihren Grund Das erzeugte göldische Silber wurde wie in den früheren Jahren an das k. k. Hauptmünzamt in Wien abgeliefert. Von den 12 Unternehmungen auf Kupfererze waren 8 im Betriebe, jedoch hat nur bei 7 derselben eine Erzgewinnung stattgefunden. Die Erzeugung betrug 13. 4 1 q Kupfererze im Werte von 73 479 fl bei einem Durchschnittspreis von 5 fl. 48 kr. per Meter Centner ( g). Der Arbeiterstand bei den Kupfer bergbauen betrug 398 Männer, 10 Weiber, 13 jugendliche Arbeiter und 2 Kinder, zusammen 423 Personen Der Durchschnittspreis für 1 g Kupfer stellt sich auf 60 fl 60 kr; der Preis des Ahrner Rosertenkupfers ist von 80 fl. auf 80 fl. 20 kr. per g und jener des Brixlegger Rosettenkupfers von 52 fl. 83 kr. auf 60 fl per g gestiegen. Der größte Theil des in Brixlegg erzeugten Rasfinadekupfers und das bei der Hütte Pretrau erzeugte Rosettenkupfer von 163 q blieb infolge schlechter Marktpreise im Vorrathe und mr der kleinere Theil des ersteren wurde in den eigenen Kupferhämmern und Walzwerken auf Tiefware und Bleche weiter verarbeitet. Die beiden Kupferhütten beschäftigten 67 Arbeiter. Eine Erzeugung von Kupfervitriol fand wie im Vorjahre nicht statt. Von den 3 Unternehmungen auf Eisenerz waren wie im Vorjahre 2 im Betriebe, b i welchen mit 55 Männern 46. 566 q Eisenerze im Werte von 23. 493 fl d. i. zum Mittelpreise von 50 * 45 kr. per q erzeugt wurden. Die erzeugten Eisenerze waren sämmtlich Spatheisenstein Die Erze vom Bergbau Gebra wurden im eigenen Hochofen zu Pillersee und jene vom Schwader im eigenen Hochofen zu Jenbach verschmolzen. Bei diesen 2 Eisenhütten zu Pillersee und Jenbach bestanden 3 Hochöfen, von denen jedoch l Hochofen in Jenbach das ganze Jahr kalt stand, so dass nur in 2 Hochöfen und zwar in dem zu Pillersee durch 18 Wochen und in jenem zu Jenbach durch 52 Wochen geschmolzen wurde. Die Erzeugung der beiden Hochöfen betrug 15. 412 q Frischroheisen im Werte von 81. 370 fl. und 14. 383 q Gussroheisen im Werte von 149. 976 fl. beim Eisenwerke in Jenbach. Die Gesammterzeugung von Roheisen betrug sonach 29. 795 q im Werte von 233. 929 fl. Der Durchschnittspreis per q Frischroheisen stellte sich auf 5 fl. 47 kr. und jener per q Gussroheisen auf 10 fl. 40 kr. Bei der Rohersenproduction waren 192 Männer, 1 Weib, 10 jugendliche Arbeiter und 4 Kinder, zusammen 207 Personen beschäftigt. Unternehmungen auf Bleierze bestanden im Jahre 1894 zwei, von denen nur eine, nämlich der Bleibergbau in Tösens, in Betrieb stand. Die Gesammterzeugung bei diesem und bei 4 anderen Bergbauen betrug 1822 q Bleierze im Werte von 15. 257 fl zum Mittelpreise von 8 fl. 37 kr. Von obiger Erzeugung entfallen 1403 q im Werte von 13 527 fl. auf die 2 ärarischen Zinkerzbaue Pfundererberg und Schneeberg und den ärarischen Kupfererzbergbau A t ^ ech Zapfenschuh und 419 q im Werte von 1730 fl. auf die Prwatbergbaue Tösens und Silber leiten. Sämmtliche Bleierze sind filberhältig. Die bei dem ärarischen Bergbaue Schneeberg gewonnenen Erze wurden an die ärarische Hütte in Pribram und jene von Tösens an die Bleihütte Brunnbach am Rhein abgeliefert, während ein Theil der Gesammterzeugung am Lager verblieb. Beim Bergbaue in Tösens waren tt, bei jenem in Rabenstein 2 männliche Arbeiter und zwar letztere lediglich mit Grubenerhaltung beschäftigt. Eine Erzeugung von metallischem Blei hat nicht stattg < f mden. Infolge der Ausscheidung von 3 bisher bei den Bleierzen gezählten Unternehmungen und des Zuwachses von 1 Unternehmen hat sich die Zahl der Zmkerzbaue von 2 auf 6 vermehrt, von tvelchen 3 im Betriebe waren, der neu anfgenommene Bergbau St. Beit aber nur als Untersuchungsbau. Die übrigen 2 Bergbaue, nämlich der ärarische Bergbau am Schneeberge bei Sterzing und der Privatöergbau in Silber«
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 25. Juli 1896, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6064-bericht-ueber-die-erzeugung-und-verarbeitung-von-kupfer-eisen-und-1896).
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