Samstag 23. Jnnocenz. Sonntag 29. Martha. Eine Nordbahn für Innsbruck. "Die so auffallende Thatsache, dass auf der 260 Kilometer laugen Strecke zwischen Kufstein und Feldkirch keine Bahnverbindung nach Norden existiert, obwohl das Gebirge an drei Stellen von tiefeingeschmttenen Pässen mit Jahrhunderte alten Verkehrsstraßen durchbrochen ist und mehrere Sackdahnen von Norden her bis in die Nähe dieser Pässe führen, ist schon oft besprochen worden. Dass es der heutigen Technik auch keine allzugroßen Schwierigkeiten bereiten würde, über den Fernpass, über Seefeld und durchs Achsnthal Normalbahnen anzulegen, ist jedermann klar und daher die Verwunderung, dass hier Bahnen nicht vorhanden, sind, um so größer. Ebenso klar ist es aber auch, dass dies endlich doch einmal kommen muss, und zwar um so früher, je mehr die berufenen und interessierten Orte und Körperschaften sich dafür in ' s Zeug legen, und vor allen anderen scheint nns die Landeshauptstadt Innsbruck dazu Grund zu haben; nicht weniger aber auch die nordtirolische Handelskammer, die Südbahn als Besitzerin der Brennerlinie und voran die Regierung, wenn ihr recht oft und eindringlich ins Gedächtnis gerufen würde, dass Eisenbahnen nicht bloß in Galizien und Böhmen nothwendig sind. Wir haben in der letzten Zeit durch energisches Eingreifen und Mitwirken unseres Gemeinderathes die Kleinbahn nach Jgls erhalten und hoffen auch in nicht allzulanger Zeit das Zustandekommen einer solchen nach Stubai zu erleben. Dies sind in der That Errungenschaften für die Hebung des Fremdenverkehrs in loeo und Bequemlichkeiten für die Einheimischen. Ein weiterer Wert kommt denselben freilich nicht zu. (?) Was würde aber eine internationale Bahnverbindung von Innsbruck direct nördlich mit den süddeutschen Verkehrsmittelpunkten Kempten, Augsburg, München für einen Einfluss ausüben, welchen Riesenschritt nach vorwärts würde damit unsere Stadt machen! Das Wachsen und Gedeihen Innsbrucks ist in der Neuzeit ein stufenförmiges, sprunghaftes gewesen. Das erste recht merkbare Auflehen des stillen Platzes erfolgte im Jahre 1858 mit der Eröffnung der Eisenbahnverbindung nach München. Neue Gassen, neue Plätze entstanden, Handel und Verkehr kam in Schwung und weckte die Baulust. Einen noch viel gewaltigeren Ruck machte der Aufschwung der Stadt nach dem Jahre 1867 mit der Eröffnung der Brennerbahn. Die älteren Stadtbewohner sprechen heute noch von diesem Einfluss auf die Entwicklung der Stadt. Und wie auffallend wurde nach dem Jahre 1885 die Wirkung des Verkehres über den Arlberg verspürt!
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 28. Juli 1900, S. 2, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/6625-notwendigkeit-einer-nordbahn-von-innsbruck-nach-kempten-augsburg-1900).
(Eine elektrische Bahn) ist nun seit Anfangs Februar in aller nächster Nähe von Innsbruck in Betrieb. Es ist die von der Firma A. Rauch in Mühlau von ihrem dortigen großen Kunstmühleu - Etablissement zum Anschlüsse an da …
Seite 3. (Kleinbahn vom Berg Jsel nach Jgls.) Das Eisenbahnministerium hat, wie schon gemeldet worden ist, der Stadtgememde. Innsbruck die Concession zum Bau und Betriebe einer schmalspurigen Kleinbahn mit Dampfbetrieb v …
Verwaltungsrath Julius Stern erstattete einen Bericht über die gepflogenen Vorstudien betreffs Einführung des elektrischen Betriebes, den man ine Auge gefasst hatte, rieth aber aus mehreren Gründen davon ab, sondern schl …
Er wurde verhaftet. Stllbaier - Bahn. Die genaueren Studien zur Herstellung der im Tirolcr Straßenbau - Programm aufgenommenen neuer: Straße ins Stubaithal, die an der Stefansbrücke von der Reichsstraße abzweigen und dem …
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