Es befindet sich dort auch kein Proviant. (Ingenieur Edmund Bischof ß.) Aus St. Anton am Arlberg wird uns unterm 2. d. M. geschrieben: In Graz schloß sich gestern über einen Mann die kühle Eroe, der lange Jahre am Arlberg gewirkt, der im halben „ Ländle" (Vorarlberg) bekannt war und der in allen, besonders aber in Eisenbahnkreisen Ws Kapazität, als Spezialist galt. Es war der Erbauer der groß angelegten Lawinenschutzbauten auf der westlichen Rampe der Arlbergbahn, jener Bauten, die nun so segensreich wirken, und jed- Weden Lawinengang auf der betreffenden Bahnstrecke unmöglich machen. Der Verstorbene, Herr Staatsbahn - Jngenieur Edmund Bischof war erst 42 Jahre alt und hinterläßt eine Witwe mit einem 12jährigen Sohne. Er kam im Jahre 1890 nach Langen am Arlberg und übernahm dort die im Jahre 1889 begonnenen Lawinenschutzbauten, die nach dem ereignisreichen Winter 1888/89 sich als notwendig erwiesen und für eine Bauzeit von vielen Jahren berechnet waren. Durch die 9 Jahre, die er am Arlberg wirkte, wurde ein großes Netz von Schneefängen, Mauern, Schneerechen, Pflockflächen und künstlichen Hemmbauten geschaffen. Derartige Bauten hat Bischof auf der ganzen Bergkette bis nahezu Bludenz überall dort aufführen lassen, wo nach den Von ihm in den Wintern gemachten Beobachtungen solche notwendig erschienen. Er hatte ein seltenes Verständnis dafür und wählte für jeden einzelnen Fall die wirksamste Abbau - Art. Durch den vielen Aufenthalt in den beschneiten Bergen, auf den blendenden, glitzernden Schneeflächen zog er sich aber im Laufe der Jahre ein so schweres Augenleiden zu, daß er Ende 1898 einen längeren Krankheitsurlaub nehmen mußte und leider nicht mehr in das Amt zurückkehren konnte. In ganz kurzer Zeit — von wenigen Monaten —erblindete der hervorragende Mann in den schönsten Jahren zum Bedauern aller, die ihn kannten. Herr Bischof hatte überaus viele Verehrer in Ingenieur und Beamtenkreifen, der Intelligenz überhaupt, er war sehr beliebt bei allen, die mit ihm in Verkehr traten. Bischof gebührt auch das Verdienst, mit seinem intimen Freunde Hotelier R. Schüler den Skisport auf den Arlberg gebracht zu haben. Er war es, der schon anfangs der Neunzigerjahre über die unteren Lehnen am Arlberg und bei Langen, Danöfen und Dalaas mit Skiern hmaufstieg. Unter Bischof wurden ferner die Wetter und Schneepegelstationen
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 3. Oktober 1903, S. 6, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/7323-verlust-eines-hervorragenden-ingenieurs-und-lawinenkaempfers-auf-1903).
Seite 11. Die österreichis chen Strafanstalten. (Fortsetzung.) Für die Arbeit in den Betriebsanffalten kommen drei Betriebsformen in Betracht, die man mit den Namen Regie, Entreprise und Akkordfyflem bezeichnet. Bei dem …
Settel?. Zur Frage der Eisenbahnverbindung nach Reutte und Südwest -Deutschland. Irr dieser Richtung kommen zwei Linien in Betracht, nämlich 1. die aus dem Jnntale direkte über den Fern führende, 2. jene, welche von der …
(Verschönerungsverein Ehrwald.) Ans Ehrwald wi ^ d uns geschrieben: Tank dem freundlichen Entgegenkommen der k. k. Behörden ist der neue Verschönerungsverein Ehrwald, über dessen Gründungsgeschichte wir schon berichteten …
Zur beginnenden RadfahrZeit. „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche" und überall wickelt sich in diesen Tagen das holde Frühlingsprogramm ab, das Goethe in dieses herrlichen Versen des „ Spaziergangs vor dem Tor " besang …
Medieninhaber und Herausgeber:
Fontes – Digitale Quelleneditionen zur Geschichte Tirols
[Name / Institution eintragen]
[Straße, PLZ Ort, Österreich]
Grundlegende Richtung (Blattlinie):
Wissenschaftlich-historische Dokumentation und digitale Erschließung gemeinfreier historischer Pressetexte aus dem Raum des historischen Tirols.
1. Grundsatz: Die Nutzung von chronik.fontes.at ist ohne Registrierung möglich. Es werden keine Werbe- oder Analyse-Tracker und keine Marketing-Cookies eingesetzt.
2. Server-Betrieb: Beim Aufruf der Website werden technisch notwendige Verbindungsdaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, angeforderte Ressource) kurzzeitig auf unserem europäischen Server (Hetzner Online GmbH, Deutschland) zur Betriebssicherheit verarbeitet (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
3. Externe Faksimile-Einbindung (IIIF): Beim Öffnen der Original-Zeitungsseite lädt Ihr Browser Bildkacheln direkt vom IIIF-Bildserver der Österreichischen Nationalbibliothek (iiif.onb.ac.at) bzw. verweist auf die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
4. Betroffenenrechte: Auskunfts- und Löschungsanfragen richten Sie jederzeit formlos an die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Historische Zeitungstexte: Sämtliche wiedergegebenen Originalartikel entstammen historischen Zeitungsausgaben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (insbesondere den Innsbrucker Nachrichten, 1854–1913) und sind urheberrechtlich gemeinfrei.
Digitalisate & OCR-Grundlage: Die digitalen Faksimiles und Volltextgrundlagen basieren auf den Beständen der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULB Tirol) sowie von ANNO – AustriaN Newspapers Online (Österreichische Nationalbibliothek).
Die Tiroler Zeitungschronik bewahrt den authentischen Wortlaut und die historische Rechtschreibung der Originalquellen vor und nach der II. Orthographischen Konferenz von 1901.
Um die historischen Spaltentexte digital zugänglich zu machen, erhält jeder Originalartikel redaktionell eine Hauptüberschrift im zeitgenössischen Chronikstil des 19. Jahrhunderts sowie eine moderne Dachzeile zur raschen thematischen Orientierung.
Bitte zitieren Sie stets die zugrunde liegende historische Originalausgabe mit Erscheinungsdatum und Seitenzahl, ergänzt um den Permalink der Chronik:
Innsbrucker Nachrichten, [Datum], S. [Seitenzahl], digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/#artikel=[ID]).
Sie haben einen OCR-Lesefehler im historischen Fraktursatz entdeckt oder möchten auf einen bemerkenswerten Zeitungsbericht hinweisen?
Schreiben Sie uns gerne an redaktion@fontes.at unter Angabe des Erscheinungsdatums oder des Artikel-Direktlinks (#artikel=...).
✎ Korrektur-ModusKlicke in jede Überschrift oder Transkriptions-Zeile (Enter = nächste Zeile, Shift+Enter = Zeile teilen)
Gesammelt: 0 Artikel|
Gesammelte Änderungen in Tabelle article_edits
Diese Korrekturen sind in der Zwischen-Tabelle gespeichert. Mit Klick auf „Jetzt in Live-DB schreiben“ werden sie atomar in chronik_events_live.db samt Volltextindex übernommen.