(Die Asphaltfabrik in Hötting.) Uber diese Angelegenheit erfährt die T. Z. K. von kompetenter Seite: Am 20. ds. Mts. fand die kommissionelle Verhandlung über das Gesuch der Firma Reh u. Com. / Asphaltgesellschaft San Valentino in Berlin, um Bewilligung zur Errichtung einer Fabriksanlage zur Erzeugung von Gußasphalt statt. Die Anlage ist in der Nähe der Station Hötting der Mittenwalderbahn gedacht. Tort soll die Erzeugung von Gußasphalt unter Verwertung der neuesten Erfahrungen der Technik in dieser Hinsicht derart erfolgen, daß in keiner Weife eine Rauch und Geruchbelästigung der Anrainer Vorkommen kann,. Dgs wichtigsttz Merkmal dieser Erzeu- - l Nr. 292. Seite 3. gungsart ' besteht darin, daß alle übelriechenden. Tiämpfe und Gase nicht zur Ausströmung ge -! langen sollen, sondern in die Feuerung ge! - \ leitet dort verbrennen. Bei der Kommission intervenierte als chemisch technischer Sachverständiger Professor Zehenter aus Innsbrucks welcher vor Mrzem erst Gelegenheit hatte, ein ähnliches Werk, nämlich die städtischen Asphaltwerke in München zu besichtigen. Derselbe äußerte sich auf Grund der dort gemachten Erfahrungen und der seit dem ersten Anftauchen des Planes ( 1905) angestellten eingehenden Studien über diese Frage folgendermaßen: Tie Bedenken, die er damals ( 1905) gegen die Errichtung einer derartigen Anlage gehabt habe, könne er auf Grund der gemachten Fortschritte und Erfahrungen nicht mehr aufrecht erhalten und es könnte nach seiner Ansicht gegen die Errichtung der geplanten Anlage keine Einwendung gemacht werden, umsomehr als jetzt die Verwendung von Teer, mit der stets eine empfindliche Geruchsbelästigung verbunden ist, vollkommen ausgeschlossen erscheint. Trotz dieses Gutachtens erklärten die Vertreter der Gemeinde Hötting und die erschienenen Anrainer, unter denen sich auch die Stadtgemeinde Innsbruck befindet / gegen die Errichtung entschieden Einsprache erheben zu müssen - da nach ihrer Ansicht nicht mit vollkommener Sicherheit eine Rauch und Geruchsbelästigurrg der Anrainer ausgeschlossen sei und sie befürchten müssen, daß die Grundstücke dadurch an ihren: Werte vermindert würden, insbesonders deshalb, weil die Fabrik in den Verbauungsrayon der Gemeinde käme, welcher speziell durch den Ban der Mittenwalderbähn eine aussichtsreiche Zukunft habe.
Quellenangabe & Zitierlink:
Innsbrucker Nachrichten, 23. Dezember 1910, S. 4, digital erschlossen in: Tiroler Zeitungschronik (https://chronik.fontes.at/tirol/artikel/8826-einsprache-gegen-asphaltfabrik-in-hoetting-trotz-guenstigen-1910).
Nr. ' 4. ' Äite 3. (Der letzte Dampfzug derLokalba ■ " Innsbruck — Hall.) Heute früh um 6 Uhr 30 Min. ist der letzte fahrplanmäßige Dampfzug der Lokalbahn von Hall nach Innsbruck gefahren. Es wird wohl niemanden geben, d …
(Die Zug spitzb a hn.) Es fehlt bekannt lich nicht an Projekten für eine Bahn auf de: Gipfel des höchsten Berges des Deutschen Rei ches, die, Zugspitze; auch von österreichische Seite gab es Projektanten für eine Zugspit …
6. M. 73. ldas Gemeindegebiet von Amras berühre. Die -Gemeinde Amras erklärte auch baß es ihr eifrigstes Bestreben sein werde, zur Verwirklichung des Planes ihr Möglichstes beizutragen und auch in. diesem Punkte bestehen …
Die Anträge der Sektion wurden angenommen.: Umgestaltung des Gemüsemarktes GR. Steiger legte dem Gemeinderate auch ein Projekt vor zur Umgestaltung unseres gegenwärtigen Gemüsemarktes am Jnnrain. Hiernach soll der Markt …
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